Wahnsinns ADAC-Crashtest mit Wildsäuen

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Wenn ein Wildschwein mit Tempo 60 auf ein Auto prallt, wird es so schwer wie ein Nashorn - 2,5 Tonnen.

Kracht ein Auto mit Tempo 80 in ein Wildschwein oder schlimmer noch in eine Rotte, ist die Wucht beim Aufprall enorm. Der ADAC Crashtest zeigt, was wirklich beim Wildunfall passiert.

Bei Kollisionen mit Wildsäuen, Rehen oder anderen Wildtieren wurden im vergangenem Jahr 27 Personen getötet und fast 3000 Autofahrer verletzt.

Auch die Bilanz bei den Tieren ist traurig: 220.000 Rehe, etwa 12.000 Wildschweine und über 200.000 Hasen und Kaninchen kommen jedes Jahr unter die Räder.

Der Zusammenprall mit einer Wildschweinrotte bei 80 Stundenkilometern muss für Pkw-Insassen nicht lebensgefährlich enden. Das haben ADAC-Crashtests jetzt ergeben.

Das Auto zeigt im Frontbereich Schäden, die Fahrgastzelle bleibt aber stabil. Rückhaltesysteme wie Gurt und Airbag schützen optimal. Weitaus dramatischer sind dagegen Ausweichmanöver: Ein abrupter Spurwechsel ist aufgrund der Kollisionsgefahr mit dem Gegenverkehr lebensgefährlich.

Um andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst nicht zu gefährden, sollten unkontrollierte Ausweichmanöver, gerade dort, wo nicht genügend Platz zur Verfügung steht, unbedingt vermieden werden. Stattdessen sollte bei plötzlich auftauchendem Wild so stark wie möglich gebremst werden, das Lenkrad ganz fest gehalten und die Spur gehalten werden. Ein Zusammenprall mit dem Wild muss im schlimmsten Fall in Kauf genommen werden.

Das Risiko eines Wildunfalls kann man durch vorausschauendes Fahren minimieren. Die Geschwindigkeit sollte bei Wildwechselgefahr reduziert werden, die Bremsbereitschaft muss erhöht werden. Weiterhin ist es wichtig, einen ausreichenden Abstand zum rechten Fahrbahnrand einzuhalten. Durch Abblenden der Scheinwerfer wird dem Tier die Möglichkeit zur Flucht gegeben, eine starke Lichtquelle irritiert das Wild.

ADAC-Crashtest mit Wildsäuen

tz

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