Neuer Ärger

Kritik: ADAC zahlt nur Mini-Steuern

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Der ADAC steht weiter unter Druck.

Nachdem Betrugs-Skandal beim Autopreis "Gelber Engel" rücken nun die Steuerzahlungen des ADAC in den Fokus. Der Autoclub hat nämlich eine Sondervereinbarung mit den Finanzbehörden.

Der ADAC zahlt wegen einer Vereinbarung mit den Finanzbehörden nur auf zehn Prozent des Basistarifs seiner Mitgliedergebühr Umsatzsteuer. Im Klartext: Die Basismitgliedschaft kostet 49 Euro, auf 4,90 Euro davon wird Umsatzsteuer fällig. 2013 habe der ADAC so 11,3 Millionen Euro an den Staat gezahlt, hieß es bei dem Automobil-Club am Mittwoch.

Allerdings, erklärte der Club, sei er als Idealverein von der Umsatzsteuer eigentlich befreit, weil der Verein ideelle und gemeinnützige Zwecke verfolge. Dennoch gebe es diese Vereinbarung. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte forderte in der „Bild“-Zeitung, diese Regelungen auf den Prüfstand zu stellen.

Über die Vereinbarung hinaus zahlt der ADAC noch andere Steuern. Bei den teureren Plus-Mitgliedschaften etwa ist die Differenz zwischen Basis- und Plustarif mit 19 Prozent Versicherungssteuer belastet. 2013 waren das Steuerzahlungen von gut 56 Millionen Euro. Insgesamt zahlte der ADAC für seine Mitgliedsbeiträge damit rund 67 Millionen Euro. Wie hoch die übrige Steuerlast des Vereins ist, konnte der ADAC am Mittwoch nicht sagen.

Die vielen Unternehmen des ADAC sind ebenfalls steuerpflichtig und unterscheiden sich dabei nicht von anderen Firmen. 2012 führte die ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH, unter deren Dach die meisten Firmen des ADAC gebündelt sind, 60,6 Millionen Euro an den Fiskus ab, wie aus der Bilanz der Gesellschaft hervorgeht.

So entsteht ein Schlagloch

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dpa

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