Autofahrer darf andere in zweiter Reihe nicht behindern

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In der zweiten Reihe zu parken, ist kein Kavaliersdelikt. Foto: Daniel Naupold

Schnell zum Bäcker Brötchen holen - viele Autofahrer stellen sich hierfür kurzerhand in die zweite Reihe. Doch das ist nur in seltenen Fällen erlaubt. Werden Rad- oder Autofahrer behindert, droht ein Bußgeld.

Aschaffenburg (dpa/tmn) - Viele Autofahrer ärgern sich über Zweite-Reihe-Parker, andere gehören selbst dazu. Grundsätzlich ist das Stoppen neben geparkten Fahrzeugen in einigen Situationen sogar erlaubt.

Zum Ein- und Aussteigen sowie Be- und Entladen darf man in zweiter Reihe halten, wenn man dabei keinen behindert, erklärt Frank Häcker, Verkehrsrechtsexperte aus Aschaffenburg.

Dafür gelten enge Grenzen. Halten etwa bedeutet: für maximal drei Minuten an einer Stelle zu stehen und das Auto dabei immer im Blick zu haben. In zweiter Reihe parken ist nur Taxis erlaubt. Allerdings dürfen diese, genau wie andere haltende Autos, niemanden behindern. "Das heißt, dass dahinter kommende Autos vorbeikommen müssen, ohne dafür anzuhalten", stellt Häcker klar. Die Spur sollte also breit genug für zwei Fahrzeuge sein.

Behindern Fahrer beim Parken in zweiter Reihe andere Autos, droht ihnen ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro. Besonders ärgerlich wird es, wenn Autos eine enge Straße komplett blockieren, weil sie dort stehen bleiben. "Wen das richtig ärgert, der kann ein Foto davon machen und sich eventuell die Kontaktdaten anwesender Zeugen aufschreiben", sagt Häcker. Damit könne man diesen Verstoß beweisen und eine Anzeige machen. Ein Polizeianruf bringt nur selten etwas, glaubt er. "Der Sünder ist dann meist über alle Berge, ehe die Beamten eingetroffen sind."

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