Benzin statt Diesel

Falsch getankt! Was das Finanzamt dazu zahlt

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Falscher Sprit im Tank ist zwar peinlich, aber kommt vor.

Benzin statt Diesel im Tank! Der Griff zur falschen Zapfpistole ist ein kostspieliges Versehen. Ein Falschtanker wollte die Reparaturkosten von der Steuer absetzen. Ein guter Plan, oder?

Wer sein Auto falsch betankt, kann die Kosten für die Reparatur anschließend nicht von der Steuer absetzen. Wie der Bundesfinanzhof am Mittwoch in München erklärte, sind mit der Entfernungspauschale auch außergewöhnliche Kosten abgegolten.

Im konkreten Fall hatte ein Arbeitnehmer auf dem Weg vom Wohnort zur Arbeitsstelle an der Tankstelle irrtümlich Benzin anstatt Diesel getankt. Die Reparaturkosten in Höhe von 4.200 Euro wollte er zusätzlich zur Entfernungspauschale als Werbungskosten von seiner Steuer absetzen. Das Finanzamt lehnte ab, das zuständige Finanzgericht gab seiner Klage statt. Dieses Urteil hob der Bundesfinanzhof nun auf und erklärte, mit der Entfernungspauschale seien sämtliche Aufwendungen abgedeckt. Die Pauschale diene vor allem der Steuervereinfachung.

Falsch getankt? Auf keinen Fall den Motor starten

Wer versehentlich Benzin statt Diesel getankt hat, sollte den Motor auf keinen Fall mehr starten. Dann genügt es in der Regel, das Benzin vom Tankstellenpersonal oder von der ADAC-Straßenwacht absaugen zu lassen. Wurde der Motor jedoch gestartet, so müssen nach der Entleerung des Tanks auch die Spritleitungen und die Einspritzanlage gespült werden.

Diese Regel gilt übrigens für jede Jahreszeit. Der Irrglaube, dass etwas Benzin im Diesel im Winter gegen das "Versulzen" hilft, hält sich hartnäckig, ist aber falsch. Moderne Diesel-Pkw mit Hochdruckeinspritzung vertragen absolut keine Verdünnung mit Benzin.

Viele Autohersteller haben übrigens das Problem erkannt. Audi, BMW, Ford, Jaguar, Land Rover und Peugeot setzen eine spezielle Technik gegen Fehlbetankung ein.

dpa/ml

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