Ganz taufrisch

Ford Mondeo: Das Warten hat sich gelohnt

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Durchaus schick anzusehen: Und vor allem beim Fahrwerk absolut auf der Höhe der Zeit zeigt sich die Generation vier des Ford Mondeo.

Der Start des neuen Mondeo war holprig: Die europäische Wirtschaftsflaute verschaffte dem Flaggschiff eine unfreiwillige Verschnaufpause vor dem endgültigen Start im November.

Das erste Kennenlernen des nicht mehr so ganz taufrischen Mondeo war daher überlagert von der Frage: Leicht angestaubt – oder fit für einen heißen Konkurrenzkampf, etwa mit dem tatsächlich brandneuen VW Passat?

Der erste Anblick ist schon mal positiv: Die Designer haben es geschafft, den neuen Mondeo aus allen Blickwinkeln frisch, flott, fesch und trotzdem solide ausschauen zu lassen. Mit optischen Vorteilen für die fünftürige Fließheck-Limo gegenüber dem Turnier genannten Kombi und dem viertürigen Stufenheck (nur als Hybrid). Im Innenraum solide Materialien, Bedienelemente für Heizung und Lüftung – eher schlicht gestylt. Die Bedienung der diversen Menüs für Audio, Sprachsteuerung oder Navigation über den Touchscreen sind verbessert, aber immer noch recht kompliziert. Weniger kann mehr sein!

Im Inneren dominieren ordentliche Materialien und eher reduzierte Optik.

Genug gemeckert, jetzt kommen die Stärken des Mondeo: Etwa das erfreulich gute Raumgefühl und die großen Kofferräume. Oder das – typisch Ford – wieder mal ausgezeichnete Fahrwerk, das flottes Heizen ebenso verträgt wie entspanntes Gleiten, das Bodenwellen und auch grobe Hubbel wegfiltert wie nichts und für ein sehr niedriges Geräuschniveau sorgt. Geschmackssache die Lenkung, die bei höherem Tempo zu indirekt war.

Zum ersten Kennenlernen standen der Zweiliter-Diesel mit 180 PS und der 1,5-Liter-Benziner mit 160 PS parat. Beide passen gut zum Kölner Flaggschiff, sind als Fließheck ab 31.450 und 27.150 Euro zu haben (Turnier je 1000 Euro mehr) und erfreuen mit anständigen Fahrleistungen und ausreichend Muckis.

Laut EU-Norm verbrauchen sie 4,4 und 5,8 Liter Sprit, im Praxismix aus etwas Autobahn und reichlich gebirgigen Landstraßen kamen um die 6,5 Liter Diesel und gut acht Liter Super zusammen. Vom Start weg zu haben sind noch ein Zweiliter-Benziner mit 203 und 240 PS und Diesel mit 115 und 150 PS. Der schwächste Selbstzünder in der verbrauchsoptimierten Econetic-Version ist mit 3,6 Liter der Sparkünstler. 4,2 Liter lautet der Wert für den Hybrid (ab 34 950 Euro).

Günstig und schick: der neue Ford Mondeo

Nächstes Jahr kommt als spannendster Neuzugang der erste Einliter-Dreizylinder! Unterm Strich hat sich das Warten gelohnt: Der Mondeo ist schick, technisch auf der Höhe der Zeit und relativ günstig kalkuliert.

Der neue Ford Mondeo

Der neue Ford Mondeo

Gregor Rudolph

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