Geheime GPS-Ortung: Europcar muss zahlen

Hamburg - Der Autovermieter Europcar hat einen Teil seiner Flotte ohne Wissen der Kunden per Navigationssystem GPS orten lassen.

Dafür muss das Unternehmen 54 000 Euro Bußgeld zahlen, wie der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz Johannes Caspar am Dienstag mitteilte.

Die Firma mit Sitz in Hamburg hatte 1300 hochwertigen Fahrzeugen Ortungssysteme eingebaut, um nach eigenen Angaben Diebstähle leichter aufklären zu können. Außerdem sollte kontrolliert werden, ob sich der Mieter noch im vereinbarten Gebiet befindet. Neben dem Standort wurden Datum, Zeit und auch die Geschwindigkeit der Autos festgehalten.

Für die Ortung war seit 2004 eine Firma in Schleswig-Holstein zuständig. Dort ergaben die Ermittlungen, dass auch ohne Anlass zusätzlich alle 48 Stunden eine Ortung der teuren Wagen erfolgte. Das war nach Angaben der Datenschutz-Behörde nicht erlaubt, weil die Fahrer davon nichts wussten.

Mittlerweile hat Europcar den Angaben zufolge die regelmäßige Ortung alle 48 Stunden ganz abgestellt. Eine Sprecherin erklärte, das Unternehmen werde das Bußgeld umgehend zahlen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Meistgelesene Artikel

Bei Schnee und Glätte Motorbremse nur sehr vorsichtig nutzen

Bei glatter Fahrbahn ist das Bremsen für Autofahrer meist eine große Herausforderung. Ein Tüv-Experte erklärt, wie man bei kritischen …
Bei Schnee und Glätte Motorbremse nur sehr vorsichtig nutzen

Beim Nissan Micra ist alles neu – bis auf den Namen

Oh Mann, was hat denn Nissan mit dem Micra gemacht? Der Kleine ist nicht mehr wiederzuerkennen! Aus dem gesichtslos rundgelutschten Weltauto ist ein …
Beim Nissan Micra ist alles neu – bis auf den Namen

Kia Stinger kommt mit zwei Benzinern und einem Diesel

Kias neue Powerlimousine wird es auch in Europa geben. der Autobauer plant, dass der Stinger im zweiten Halbjahr bei den Händlern stehen wird - und …
Kia Stinger kommt mit zwei Benzinern und einem Diesel

Kommentare