Newcomer für's Frühjahr

Mercedes CLA: Jugendlicher Durchstarter

+
Unterwegs: Andreas Thieme mit dem CLA 250 auf der Route de Crêtes in Frankreich.

Die Côte d’Azur steht ihm gut. Das blaue Meer im Hintergrund, dazu die helle Frühlingssonne. Und schon im ersten Augenblick wird klar: Der Mercedes CLA ist was fürs Auge.

Besonders von schräg vorne: Der Diamantgrill wirkt edel und füllig, die schrägen Seitenlinien und die hohen Flanken sehr dynamisch, die nach hinten abfallende Form schnittig. Design vom Feinsten, mit grandiosem Formfaktor. Vor mir steht ein sportliches Kraftpaket der Premiumklasse: Der Mercedes CLA 250, hier in der Benzinerversion mit Sportfahrwerk und 211 PS. Zwei Tage lang darf ich ihn durch Südfrankreich fahren.

Staunen, bitte: Diese luxuriösen Kurven beeindrucken sogar die Polizei in Aix-en-Provence.

Der CLA gilt als kleiner Bruder des beliebten CLS-Modells und als sportliches Viertürer-Coupé: Sein Zielpublikum soll jünger sein als das der Limousine. Wirkliche Konkurrenz gibt es noch nicht. Momentan kann der CLA also nur sich selbst überbieten. Selbst darin ist er gut: Wir fahren auf engen und kurvige Passstraßen wie der beliebten Route de Crêtes nahe Cassis. Der CLA meistert sie dominant, auch mit hoher Geschwindigkeit kleben wir in der Kurve und die Lenkung spricht optimal an. Das beruhigt, denn entlang der Küstenstraßen verlaufen Pinien oder steile Abhänge. Aber der CLA befährt auch kritische Stellen spielerisch sicher. Was ihn besonders macht: Schon bei niedriger Drehzahl von cirka 1500 U/min springt der Turbo an – und der CLA zischt davon. Von null auf 100 km/h in 6,5 Sekunden – handgestoppt auf der Autobahn, hinter der Mautstation Richtung St. Tropez.

Sportlich, souverän und sicher

Auffällig gut ist auch der niedrige Geräuschpegel des Power-Motors (211 PS). Er profitiert von der Windschlüpfrigkeit – hier ist Mercedes aktuell Weltmeister: Im cW-Wert, der den Luftwiderstand angibt, liegt der CLA bei 0,23. Um diesen Wert beneidet ihn die Konkurrenz. Denn: Das ideale Strömungsverhalten senkt den Kraftstoffverbrauch im Vergleich um bis zu 0,4 Liter. In Sachen Aerodynamik setzt der CLA also neue Maßstäbe.

Volle Punktzahl: Edel augestattet und einfach in der Bedienung, so muss ein Cockpit funktionieren.

Auch das Interieur wird dem Premium-Anspruch gerecht. In der Komfortausstattung, die ich am zweiten Tag teste, ist das Cockpit mit Leder und feinem Aluminium verkleidet. Schick sind die Ziernähte, die innen in Schulterhöhe von der Tür zu den Armaturen laufen. Aus den Sitzen will man nicht mehr aufstehen. Und das Cockpit ist nicht mit Technik-Spielereien überfrachtet, sondern punktet gezielt wie mit dem iPhone-Anschluss für den Bordcomputer. Edle Ausstattung und einfache Bedienung – im Innern fühlt man sich bestens.

Ohne Konkurrenz: Der CLA liegt zwischen A-Klasse und CLS.

Insgesamt ist der CLA durchdachtes Zwischenmodell aus A-Klasse und CLS - mit eigenem Stil, den vor allem das dynamische Design prägt, und deutlich sportlicher Ausrichtung. Er basiert auf den Kompaktmodellen, ist mit seinen 4,63 Metern dennoch vier Zentimeter länger als die C-Klasse. Drei Benziner und einen Diesel bringt Daimler ab dem 13. April auf den Markt (122 bis 211 PS, zwei Ausstattungen sind möglich, Preis ab 28.977 Euro).

Fazit

Gefällt mir. Der CLA ist sportlich, souverän und sicher. Die Schwaben sind stolz drauf – völlig zu Recht. Tendenz: Dieser Newcomer wird der Hit des Frühjahrs.

Andreas Thieme

Das ist der neue Mercedes CLA

Das ist der neue Mercedes CLA

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Beim Nissan Micra ist alles neu – bis auf den Namen

Oh Mann, was hat denn Nissan mit dem Micra gemacht? Der Kleine ist nicht mehr wiederzuerkennen! Aus dem gesichtslos rundgelutschten Weltauto ist ein …
Beim Nissan Micra ist alles neu – bis auf den Namen

Kia Stinger kommt mit zwei Benzinern und einem Diesel

Kias neue Powerlimousine wird es auch in Europa geben. der Autobauer plant, dass der Stinger im zweiten Halbjahr bei den Händlern stehen wird - und …
Kia Stinger kommt mit zwei Benzinern und einem Diesel

Rund jeder Dritte würde selbstfahrende Autos nutzen

Moderne Technologien haben dazu geführt, dass in den nächsten Jahren immer mehr selbstfahrende Autos auf den Markt kommen. Allerdings ist der …
Rund jeder Dritte würde selbstfahrende Autos nutzen

Kommentare