Rennsemmel hoch fünf

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Papi, Mami und die Kinder haben gut lachen: Im Opel Meriva fühlen sich alle gut untergebracht. Dank seiner Variabilität geraten auch lange Fahrten nicht zur Tortour.

Von wegen „Familienkutsche“ – der neue Opel Meriva überrascht mit Spritzigkeit, gefälligem Design, sportivem Interieur, einem geradezu pilotenscheinverdächtigen Cockpit und dabei leichter Bedienbarkeit.

Opel Meriva 1,7 Liter CDTI

Leistung:  96 kW/130 PS
6-Gang-Schaltgetriebe -

Verbrauch: (Innerstädtisch, außerstädtisch, kombiniert) 6,1; 4,5; 5,1 Liter/100km - Tankinhalt 54 Liter -

Länge: 4,29 Meter - Laderaum 400 bis 1500 Liter

Preis: ab 16.150 Euro (100 PS); in der getesteten Ausstattung Innovation 24.490,- Euro

Ein Auto, in dem man auch ohne Anleitung nach zehn Minuten daheim ist (und spätestens nach dem ersten Stau jeden Knopf kennt). Der Diesel unseres 1,7-Liter CDTI schnurrt munter und ist erfreulich griffig – dank seiner 96 kW (130 PS) und sechs Gängen (der sechste „hakt“ allerdings etwas, immer schön gaaaanz nach rechts – und dann runter). Sagenhafter Abzug – ein echtes Rennsemmelchen. Aber bei den rasant erreichten 190 gehen wir runter vom Gas – wir wollten ja Familientauglichkeit testen…Da fällt zuallererst das Türenkonzept ins Auge: Die gegenläufig (sagenhafte 84 Grad) weit zu öffnenden Türen erleichtern Ein- und Ausstieg (gerade für Zwergerl) immens. An- und Abschnallen der Kinder wird so zum Kinderspiel. Dickes Sicherheitsplus: Mama oder Papa sind hier immer direkt am Nachwuchs. Ausbüxen am Straßenrand war gestern. Zudem sind die „FlexDoors“ auf jedem Schulparkplatz der Hingucker. Auch platztechnisch – wir bewegen uns ja im „Fahrzeugsegment der kleinen, flexiblen Vans“ – kann man nicht meckern. Zwei Kleine mit Kindersitzenhinten – dazwischen ein (schlanker) Erwachsener – und trotzdem keinerlei Völlegefühle. Beinfreiheit hinten wie vorne. Zudem sitzen die Fondpassagiere höher als Fahrer und Beifahrer. Das bietet gute Sicht. Schiebt man die äußeren Sitze nach vorne, lässt sich das Gepäckabteil beachtlich vergrößern. Mit umgeklappten Rücksitzen erhöht sich das Ladevolumen sogar auf 1500 Liter.

Opel Meriva

Der Meriva punktet mit einer Reihe feiner Features: etwa sagenhafter Ruhe innen – selbst bei hohen Geschwindigkeiten. „Uii, wir gucken um die Ecke, cool!“ – den Kindern fällt gleich auf: Halogenscheinwerfer, die in der Kurve nicht geradeaus starren, sondern den Schwenk ausleuchten. Schöne Details sind die großeMittelkonsolemitzusätzlichem Stauraum, oder die – auch bei der besten Ehefrau der Welt – sofort äußerst beliebte Lenkradheizung. Oder der (Sonnen-) Brillenhalter über der Fahrertür … Besonders toll fanden Kids und Gattin das „FlexFix-Fahrrad-Transportsystem“. Hinter dem überdimensionalen Namen verbirgt sich (integriert in den hinteren Stoßfänger) ein praktischer Fahrradträger. Der gleitet (per Hebeldruck vom Kofferraum aus) wie eine Schublade unter der Ladefläche vor. Die Montage von bis zu zwei Bikes ist dann nur noch ein – rückenschonender – Klacks. Der Rücken darf sich im Meriva übrigens generell freuen: Türen, Sitze, Rücksitzsystem entlasten die Wirbelsäule. Auf das erste Auto weltweit, das für sein ergonomisches Gesamtkonzept ausgezeichnet wurde, ist Opel auch stolz.

Fazit

Ein für handelsübliche Familien recht tauglicher kleiner Van mit sportlichen Ambitionen, der Spaß macht – im Alltagsbetrieb wie bei der Urlaubsfahrt. Kleines Manko: Bei insgesamt 32 Ablageflächen im Inneren hätten für Kinder gut zugängliche Getränkehalter hinten eigentlich drin sein müssen …

OLIVER MENNER UND FAMILIE

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