Porsche für die Steckdose

Ausprobiert: Der Panamera S E-Hybrid

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Saubermann: Der Panamera S E-Hybrid fährt bis zu 36 Kilometer rein elektrisch.

Lediglich 3,1 Liter soll der Panamera S E-Hybrid  verbrauchen. Wirklich? Wir durften den Plug-In über eine Strecke von 88 Kilometer nahe Garmisch-Partenkirchen schon mal Probe fahren.

Landstraßen, Stadtverkehr, Autobahn, Bergfahrt - alles dabei. Los geht’s: Nahezu lautlos rollt der Riese an. Bis zu 36 Kilometer sollen rein elektrisch und emissionsfrei drin sein. Doch wir wollen ja nicht schleichen, sondern Porsche fahren. Und so bleibt diese Reichweite für uns unrealistisch, bei cirka Kilometer 28 schaltet sich der  V6-Motor zu. Dieser springt wirklich erst dann ein - oder aber die Grenze von 135 km/h überschritten ist. Bis dahin läuft alles über Batterie.  

Sollte jedoch, etwa beim Überholen auf Landstraße oder Autobahn, ein plötzlicher Schub nötig sein - bitteschön! Durchdrücken und boosten. Sofort schalten sich zu den 95 PS des E-Motors die 333 PS des V6 hinzu und ab geht die Post. Übrigens ohne Ruckelei. Sind beide Motoren aktiv, kommt der Panamera S E-Hybrid auf eine Systemleistung von 416 PS mit einem Drehmoment von 590 Nm. Nach dem ersten Messpunkt zeigt unser Verbrauch 3,0 Liter an. Nicht schlecht. Den Rest der Runde bewältigen wir im per Knopfdruck aktivierten E-Charge-Modus, um die Batterie z.B. für eine spätere, emissionsfreie Stadtfahrt wieder aufzuladen.

Der Motor wirkt nun zusätzlich wie ein Generator - klar, das erhöht den Verbrauch. Wir landen am Ende bei 5,2 Liter. Alles in allem beeindruckend. Aber das ist auch der Preis: mit 110.409 Euro kostet der E-Hybrid gut 9.000 Euro mehr als ein vergleichbar motorisierter Panamera S.

K. Basaran

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