Leichtgewicht mit ganz viel Platz

Suzuki Baleno: Kleiner Japaner zeigt Größe

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Autor Uwe Fajga hatte bereits Gelegenheit, den Polo-Konkurrenten Suzuki Baleno kennenzulernen. Beindruckend sind das Platzangebot in dem kleinen Japaner sowie sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Und mit dem neuen Dreizylinder kommt auch der Fahrspaß nicht zu kurz

Suzuki feiert das Comeback des Baleno. Beim Kunden soll der kleine Japaner mit zeitgemäßer Optik und Technik, vor allem auch mit seinem großen Raumangebot und einem neuen Dreizylinder-Turbobenziner mit 111 PS punkten.

Was der größere Swift-Bruder und Polo-Kontrahent so drin und drauf hat, haben wir in einem ersten Test erfahren:

Der erste Eindruck des nur 3,99 Meter langen und 1,75 Meter breiten Japaners ist gefällig: An der Front sportlich mit markantem Kühlergrill und großen Lufteinlässen, etwas verspielt die rundliche Linienführung an den Seiten und dem Fließheck.

So viel Platz ist im Suzuki Baleno

Beim Platzangebot offenbart der Baleno seine Größe: Vor allem im Fond ist die Beinfreiheit für diese Klasse überragend. Die Sitze sind bequem und sogar langstreckentauglich. Allerdings bieten sie vorn nur wenig Seitenhalt in Kurven. Auch ist der Beifahrersitz in der Höhe nicht verstellbar. In den Kofferraum passen 355 Liter, bei umgeklappten Sitzen sogar bis zu 1085 Liter. Schön ist dabei die ebene Ladefläche.

Das übersichtliche, allerdings mit viel Hartplastik versehene Cockpit wird durch blaue Instrumentenskalen etwas aufgelockert. Dazwischen ein farbiger Bordcomputer, der Fahrdaten wie Verbrauch, Drehmoment, Beschleunigung und Motorleistung anzeigt ­– sogar die Fliehkräfte, die in schneller gefahrenen Kurven auf das Auto und den Fahrer einwirken können.

Der Japaner ist ein Leichtgewicht

Die braucht’s in dem von uns gefahrenen kleinen Dreizylinder wirklich nicht – auch wenn der neue 1,0-Liter-Boosterjet beim kräftigeren Tritt aufs Gaspedal ein stürmisches Temperament entwickelt. Dank seines Leichtgewichts von nur 865 Kilo und dem Turbo beschleunigt der Japaner mit dem Fünfgang-Schaltgetriebe flott und angenehm aus dem Drehzahlkeller heraus.

Beindruckend sind das Platzangebot in dem kleinen Japaner sowie sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Das maximale Drehmoment von 170 Newtonmetern liegt zwischen 2000 und 3500 Umdrehungen an, selbst bergauf können Serpentinen schaltfaul schon im dritten Gang genommen werden. Erst ab 4500 Umdrehungen meldet sich der Dreizylinder – dann aber hörbar. Gefühlt sprintet er aus dem Stand schneller als in den ausgewiesenen 11,4 Sekunden von null auf 100 km/h, ist zugkräftig beim Überholen und schafft in der Spitze 200 km/h. Dabei hält sich der Verbrauch trotz engagierter Fahrweise in Grenzen: Am Ende liegt unser Testauto mit 5,3 Litern nur 0,8 Liter über dem Normwert. Auffällig und gewöhnungsbedürftig vor allem bei Kurvenfahrten sind aber das weiche Fahrwerk und die etwas träge Lenkung.

Preise und Motoren

17 990 Euro kostet der Suzuki Baleno mit dem neuen Dreizylinder-Boosterjet mit 111 PS. Er wird nur in der höchsten Ausstattungsvariante Comfort angeboten. Daneben gibt es den Baleno auch mit vier Zylindern als 1.2-Liter-Dualjet mit 90 PS ab 13 790 Euro. Angekündigt ist der Dualjet darüber hinaus auch als Mild-Hybrid-Version (SHVS) mit Energierückgewinnung und extra Lithium-Ionen-Akku ab 17 590 Euro.

Ausstattungszubehör

Hier gibt es drei Varianten – Basis, Club, Comfort. Serienmäßig bei Comfort sind u.a. Abstand-Tempomat, Bremsunterstützung per Radar, Klimaautomatik, Sitzheizung, Xenonlicht, Navi- und Infotainmentsystem mit Smartphone-Anbindung, Freisprech- und Vorlesefunktion für SMS und E-Mails sowie Rückfahrkamera.

Uwe Fajga

Suzuki Baleno: Mehr Sein als Schein

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