Sicher und mehr Sport

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Attraktives Angebot: Der neue Volvo S60 rollt am 18. September mit Preisen ab 27 000 Euro zu den deutschen Händlern.

„A bisserl was geht immer.“ Monaco Franzes Leitspruch ist bis nach Schweden durchgedrungen.

Denn: Volvo mag seine Trutzburgen der Vergangenheit noch so sehr auf Sicherheit ausgerichtet haben, mit der neuen Mittelklasse S60 geht die Marke noch einen Schritt weiter und sorgt gleichzeitig für nie gekannte Sportlichkeit. Als sicherster und sportlichster Volvo aller Zeiten ist der S60 eine klare Kampfansage an BMW und Audi – unter dem Motto „Mehr Volvo fürs Geld“ zu haben zum moderaten, glatten Preis von 27 000 Euro.

Problemloses Handling: Ein verbessertes Fahrwerk mit optimierten Federbeinen und Stoßdämpfern sorgt für eine höhere Steifigkeit und mehr Sportlichkeit.

Das Timing könnte besser nicht sein: Gerade als der neue chinesische Eigner Geely die schwedische Traditionsmarke übernimmt, schreibt Volvo fürs Jahr 2010 erstmals seit vielen Jahren wieder schwarze Zahlen.

Gleichzeitig beginnt eine breit angelegte Produktoffensive. Hier steht auch der stärkste Volvo aller Zeiten in den Startlöchern: V70 T6 AWD R-Design heißt der 330 PS starke Schweden-Kombi, der künftig auf das Gesicht der Familienväter ein Lächeln zaubern und trotzdem für die Mütter soviel Ikea-Möbel wie nötig verstauen wird.

Schutzengel: Oben an der Windschutzscheibe sitzt die Fußgängererkennung und verhindert Kollisionen.

Die Kampfansage mit dem Volvo S60 zielt direkt auf die Magengrube des Gegners. 27.000 Euro geradeaus überweist der Käufer eines V60 T3 an Volvo. Dafür erhält er neben üppiger Serienausstattung (unter anderem Klimaautomatik, Audioanlage „Performance Sound“) einen coupéhaften, sportlicheleganten Mittelklassewagen mit 150 PS und dem besonders hohen Drehmoment von 240 Nm, was für Durchzugskraft und Fahrkomfort wichtiger ist, als Pferdestärken. Ein in allen Belangen vergleichbarer 3er BMW kostet 30.900 Euro (320i mit 170 PS, 210 Nm), ein Audi A4 29.900 (160 PS, 250 Nm). Ebenfalls besser als die Rivalen schneidet preislich der Einstiegsdiesel Volvo S60 D3 ab mit seinen 163 PS für 31.650 (hier ruft zum Beispiel BMW für den gleich starken 320d 34 100 Euro auf). Zum Marktstart im September bringt es die Motorenpalette des S60 zunächst auf drei, ab Ende 2010 auf fünf Turbo- Benziner, alles Direkteinspritzer. Dazu kommen zwei Diesel.

Alle Motoren sind mit Bremsenergie-Rückgewinnung ausgestattet. So verbraucht etwa der Basisdiesel nur 5,2 l/100 km. Die Leistungsspanne reicht von 150 bis 304 PS. Die ausgesprochene Sportlichkeit des S60 geht auf eine um zehn Prozent direktere Lenkung, ein strafferes Fahrwerk sowie die aufwändig optimierte Dämpfung zurück. Als Schleuderschutz fungiert die jüngste Generation des DSTC, die gezielt für weniger Untersteuern und harmonischeres Kurvenverhalten sorgt.

Mit Stil: Innen präsentiert sich der neue Volvo elegant und geschmackvoll.

Das funktionierte bei ersten Tests mit hohem Tempo durch scharfe Ecken hervorragend, der S60 verhielt sich sehr stabil und neutral, Kontrolleingriffe des DSTC verliefen sanft. Schade, dass bei solcher Sportlichkeit die Schaltung nicht ganz so knackig ausgefallen ist, wie man das aus München oder Ingolstadt gewohnt ist.

Glanzpunkte setzt der S60 in der Tat beim Thema Sicherheit. Herausragend: eine Fußgängererkennung, die ohne Reaktion des Fahrers bis 35 km/h eine Kollision komplett verhindert, wenn dieser einen Fußgänger übersieht. Bei höherem Tempo reduziert das System immer noch Aufprall und Unfallfolgen.

Crash im Labor 

Crashtests: Im Sicherheits-Labor von Volvo

Fußgängererkennung sei dank: Rechtzeitig vor dem Dummy macht der S60 automatisch eine Vollbremsung.

Weitere Features wie Schleudertrauma- oder Seitenaufprall- Schutzsystem ergeben zusammen mit der neu dazu gewonnenen Sportlichkeit und der moderaten Preispolitik einen äußerst spannenden Gesamteindruck. Unter diesen Voraussetzungen könnte der Markt der Premium-Mittelklasse für den Volvo S60 sogar „a g’maahte Wies’n“ sein, wie der Monaco Franze in diesem Fall sagen würde.

Ralf Schütze

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