Verkehrsrisiko Schlagloch

+
Verkehrsrisiko Schlagloch

Saarbrücken - Das Aufstellen eines Warnschildes entbindet die Behörden nicht von der Pflicht, Gefahrenstellen auf öffentlichen Straßen zu beseitigen. Schlaglöcher sollten beseitigt werden.

Das entschied das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken. Nach Meinung des Gerichts haftet die Behörde trotz eines Warnschildes jedenfalls dann, wenn die Schadensstelle ohne weiteres mit zumutbarem Aufwand hätte beseitigt werden können (Az.: 4 U 185/09).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Schadenersatzklage einer Radfahrerin gegen das Saarland statt. Die Klägerin konnte auf einer abschüssigen Fahrbahn einem Schlagloch nicht mehr rechtzeitig ausweichen und stürzte. Sie war der Meinung, die Behörden hätten ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt.

Die zuständige Stelle verwies darauf, dass in einer Entfernung von mehr als 400 Metern ein Warnschild gestanden habe. Das OLG ließ dieses Argument nicht gelten. Im Gegenteil, nach Meinung der Richter stand das Schild viel zu weit von dem Schlagloch entfernt. Daher musste man damit rechnen, dass die Aufmerksamkeit eines Verkehrsteilnehmers inzwischen eher wieder abgenommen hat.

dpa

Meistgelesene Artikel

Bei Schnee und Glätte Motorbremse nur sehr vorsichtig nutzen

Bei glatter Fahrbahn ist das Bremsen für Autofahrer meist eine große Herausforderung. Ein Tüv-Experte erklärt, wie man bei kritischen …
Bei Schnee und Glätte Motorbremse nur sehr vorsichtig nutzen

Kia Stinger kommt mit zwei Benzinern und einem Diesel

Kias neue Powerlimousine wird es auch in Europa geben. der Autobauer plant, dass der Stinger im zweiten Halbjahr bei den Händlern stehen wird - und …
Kia Stinger kommt mit zwei Benzinern und einem Diesel

Eine Frage der Kilometer: BMW 5er als Gebrauchter

Der BWM 5er ist vor allem unter Geschäftsleuten als Dienstwagen häufig gefragt. Daher ist er als Gebrauchter meist nur mit vielen Kilometern zu …
Eine Frage der Kilometer: BMW 5er als Gebrauchter

Kommentare