2011 Massenansturm auf Bayerns Unis

München - Bayerns Hochschulen stehen 2011 wegen des doppelten Abiturjahrgangs vor einem nie dagewesenen Ansturm.

Weil der letzte Jahrgang des neunjährigen und der erste Jahrgang des achtjährigen Gymnasiums gleichzeitig Abitur machen, werden rund 69 200 Abiturienten ihre Schulen verlassen, erklärte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). Nachdem auch viele Schüler aus den letztjährigen Abiturjahrgängen mit dem Studium beginnen werden, rechnet das Wissenschaftsministerium 2011 mit 76 000 Studienanfängern in Bayern. Das wären 16 000 mehr als in diesem Jahr.

Insgesamt sind über mehrere Jahre verteilt 38 000 neue Studienplätze an den Unis eingeplant. Es zeichnet sich aber ab, dass dies nicht ausreicht. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) forderte gestern Geld für weitere 10 000 Studienplätze. Bislang hat Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) die Mittel dafür nicht freigegeben. Heubisch verwies jedoch auf den stark steigenden Etat des Bundesforschungsministeriums.

Ministerin Schavan erhalte über sieben Prozent mehr, das müsse für das „Wissenschafts- und Forschungsland Bayern“ Ansporn sein. Die SPD-Hochschulexpertin Isabell Zacharias sieht Bayerns Hochschulen für den Ansturm „nur unzureichend gewappnet“. Ein Teil der Studienplätze wäre auch ohne den doppelten Abiturjahrgang dringend erforderlich gewesen, erklärte Zacharias. Auch werde der aufgestaute Aufwand für die Unibauten auf „einige Milliarden Euro“ geschätzt. Hingegen sieht der Verband der bayerischen Wirtschaft gute Chancen für den doppelten Abi-Jahrgang. Schon jetzt würden Hochschulabsolventen auf dem Arbeitsmarkt fehlen.

dw

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