Nicht genügend Stellen im Einzelhandel

Viele Schlecker-Arbeiterinnen noch arbeitslos

Nürnberg - Viele frühere Mitarbeiterinnen der Drogeriemarktkette Schlecker haben noch keine neue Stelle gefunden. Im Einzelhandel gibt es zahlreiche Bewerber, aber nur 5000 offene Stellen. Eine Umschulung könnte manchen eventuell helfen.

2100 frühere Mitarbeiterinnen der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker aus Bayern sind weiterhin arbeitslos. Nach der Insolvenz hatten sich mehr als 3000 Betroffene bei den Arbeitsagenturen gemeldet. 680 davon hätten bereits einen neuen Job, sagte der Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. 190 weitere könnten wegen Mutterschutzes oder aus anderen Gründen nicht mehr vermittelt werden. Gut 700 der überwiegend weiblichen Jobsucher würden derzeit an einer Qualifizierungsmaßnahme teilnehmen.

Für die ehemaligen Schlecker-Angestellten sieht es trotz des insgesamt sehr positiven Arbeitsmarktes in Bayern nicht besonders rosig aus. „Wir haben ungefähr 20 000 Arbeitslose, die als Zielberuf Einzelhandel haben. Und wir haben 5000 offene Stellen. Also ein Verhältnis von 4:1 - das ist nicht gut“, sagte Holtzwart. Die Arbeitsagenturen müssten daher genau schauen, wie man den einzelnen Betroffenen helfen könne. Einige kämen vielleicht auch für eine Umschulung infrage.

dpa

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