Schattenseite des Sommers

Sieben Tote! Schwarzes Wochenende an Bayerns Badeseen

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Trauiger Einsatz an der Isar: Ein 14-Jähriger ist nach einem Badeunfall am Sonntagabend gestorben.

München - Das spätsommerliche Badewetter hat in Bayern viele Menschen an Seen und Flüsse gelockt. Mindestens sieben Schwimmer ertranken. Besonders tragisch ist der Unfall eines 14-Jährigen.

Sieben Menschen sind am Wochenende bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Ein junger Mann starb am Sonntag in der Donau bei Neu-Ulm, ein Jugendlicher in der Isar bei München. Zwei weitere Männer ertranken bereits am Samstag in Badeseen in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dillingen. Zwei Senioren ertranken im Landkreis Landsberg am Lech, einer im Landkreis Lindau.

Zwei Senioren kamen am Sonntagabend beim Schwimmen in oberbayerischen Seen ums Leben. Im Spitzerweiher in Geltendorf bemerkten Zeugen einen 84 Jahre alten Mann leblos im Wasser treibend. Der Mann sei reanimiert worden, jedoch kurz darauf in einer Klinik gestorben, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. In Utting starb eine 81-jährige Schwimmerin im Ammersee. Zeugen entdeckten den Leichnam am Ufer.

Ein 22-jähriger Mann ging beim Baden in der Donau in Neu-Ulm unter. Ein Freund versuchte vergeblich, ihn festzuhalten, wie die Polizei mitteilte. Zeugen alarmierten den Rettungsdienst. Taucher entdeckten am späten Sonntagabend mit einem Sonarboot die Leiche.

In der Isar in Ismaning bei München ist ein 14-Jähriger ertrunken. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes spielte er mit seinem Bruder in der Isar. Dabei band er sich eine Leine um, die er beim Schwimmen hinter sich herzog. Vermutlich verfing sich die Leine und die Strömung drückte den Buben unter Wasser. Der Stiefvater und andere Badegäste suchten nach dem Kind und fanden es an einem schwer zugänglichen Uferstück knapp unter der Wasseroberfläche treibend. Retter bargen den Buben, er starb noch am Abend in einer Klinik.

Bereits am Samstag starben ein 76-jähriger Badegast im Olchinger See (Landkreis Fürstenfeldbruck) und ein 50-jähriger Mann in einem Baggersee nahe Mörslingen (Landkreis Dillingen). Der 76-Jährige war mittags mit dem Rad zum Schwimmen gefahren. Als er am Nachmittag nicht wieder zu Hause war, alarmierte seine Frau die Retter. Taucher fanden den Mann tot in vier bis fünf Metern Tiefe. In Mörslingen hatten Badegäste den 50-Jährigen untergehen sehen. Zeugen sprangen in den See und suchten nach ihm. Erst ein Feuerwehrtaucher entdeckte den Leichnam.

In Bad Schachen (Landkreis Lindau) starb in der Nacht zu Montag ein 78-Jähriger. Eine 79 Jahre alte Frau hatte bemerkt, dass ihr Lebensgefährte mit dem Gesicht nach unten im Wasser lag. Der Mann konnte zwar noch reanimiert und mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Doch starb er dort wenige Stunden später.

dpa

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