In 3000 Bussen: Mobile Notrufsäulen zur Polizei

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Demonstration der neuen Funktion einer mobilen Notrufsäule in einem Bus der DB Buslinie in Bayern. Insgesamt wurden in Bayern 3.000 Busse mit einem rechnergestützten Betriebsleitsystem ausgestattet. Mit Hilfe des Systems kann der Busfahrer unter anderem Notrufe absetzen.

Bad Wiessee - Es ist nur ein Knopfdruck, aber er kann Leben retten - in mehr als 3000 Bussen sorgen mobile Notrufsäulen ab sofort für mehr Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Sie gehören zu einem neuen Betriebssystem, mit dem die Deutsche Bahn (DB) in Bayern den Kundenservice in ihren Omnibussen spürbar verbessern will.

Wesentlicher Bestandteil dieses Betriebsleitsystems ist die Notruffunktion. Der Busfahrer kann per Knopfdruck am Bordrechner einen direkten Kontakt zur nächstgelegenen Rettungsleitstelle herstellen. Dort sagt er, welche Hilfe er benötigt. Im Notfall wird der Fahrer auch zur Polizei weiterverbunden.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) überzeugte sich am Mittwoch in Bad Wiessee am Tegernsee von dem System. Im vergangenen Jahr nahmen Gewalttaten im Bereich des ÖPNV um drei Prozent auf 406 Fälle zu. “Wer Angst hat, Opfer einer Gewalttat zu werden, fährt nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch genau das müssen wir vermeiden“, sagte Herrmann laut Mitteilung.

Das nach DB-Angaben größte zusammenhängende Telematiksystem für den ÖPNV in Deutschland deckt 63 Landkreise, 22 kreisfreie Städte und den Grenzbereich zu Österreich und Tschechien ab. Die DB-Busgesellschaften in Bayern befördern nach eigenen Angaben gemeinsam mit Kooperationspartnern jährlich rund 140 Millionen Fahrgäste.

dpa

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