Im Bett erstochen

31-Jährige brutal getötet - Lebensgefährte bestreitet Tat

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Der Angeklagte sitzt mit einer Kapuzen im Gerichtssaal.

Nürnberg - Sie wurde brutal getötet - danach lag die Leiche einer 31 Jahre alten Nürnbergerin rund zwei Wochen unentdeckt in deren Wohnung. Die Staatsanwaltschaft hält ihren früheren Lebensgefährten für den Täter. 

Der wegen Mordes angeklagte Ex-Partner einer gewaltsam getöteten Nürnbergerin hat zum Beginn seines Prozesses sämtliche Vorwürfe energisch bestritten. Er habe mit der Tat nichts zu tun, sagte der 35-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. „Ich war damals selbst geschockt.“

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, Ende November 2015 seiner arglos im Bett liegenden Lebensgefährtin mit einem scharfen Messer die Kehle durchgeschnitten zu haben. Die 31-Jährige starb am Tatort. Ihre Leiche wurde aber erst Tage später von Polizei und Feuerwehrleuten entdeckt, die nach Hinweisen von Kollegen der Frau die Wohnungstür geöffnet hatten.

Der Lebensgefährte wurde daraufhin Anfang Dezember 2015 festgenommen. Vor Gericht erklärte er, seine Partnerin habe sich bereits einige Zeit vor dem Verbrechen von ihm getrennt. Er habe aber übergangsweise noch bei ihr gewohnt, während er bereits auf Wohnungssuche gewesen sei. Auch habe er sich bereits um eine neue Partnerin bemüht.

Die Leiche hatte nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft fast 14 Tage unentdeckt in der Wohnung im Nürnberger Stadtteil Schweinau gelegen. Die Polizei wurde erst aktiv, als sich Arbeitskollegen Sorgen um die 31-Jährige machten, weil diese nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz erschien.

Bei der Entdeckung der Leiche stießen die Beamten im Flur der Wohnung auf eine geöffnete Geldkassette und auf dem Boden herumliegende Münzen, was auf einen Raubmord hindeuten könnte. Die Staatsanwaltschaft bezweifelt dies jedoch. Nach ihrer Überzeugung hat der Angeklagte den Gelddiebstahl inszeniert, um die Ermittler auf eine falsche Spur zu führen.

dpa

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