Gefahr durchs übermäßige Zocken

70.000 Bayern haben beim Glückspiel ein Suchtproblem

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Die Zahl der Spielsüchtigen sei besorgniserregend, so die Experten von Condrobs

München - Rund 70.000 Menschen in Bayern sind laut des Vereins Condrobs beim Glücksspiel süchtig oder suchtgefährdet. Die Experten wollen nun mit einem Aktionstag aufklären.

„Die Zahl der Menschen mit glücksspielbezogenen Problemen ist besorgniserregend, allein in Bayern gehen wir aktuell von rund 37.000 pathologischen Spielern aus“, sagte der Sozialpädagoge und Condrobs-Suchtberater, Maximilian Schwarzkopf, am Freitag laut Mitteilung. Weitere 34.000 Menschen hätten ein „problematisches“ Spielverhalten. 

Die Condrobs-Experten wollen zum bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht am kommenden Mittwoch über die Gefahren aufklären. Außerdem informiert die Condrobs-Suchtberatungsstelle Pasing am Freitag, 25. September von 9:30 bis 13 Uhr vor dem Sozialbürgerhaus in Pasing über Glücksspiel.

Glücksspielsucht könne die komplette Existenz zerstören. „Menschen mit glücksspielbezogenen Problemen häufen im Durchschnitt 24 000 Euro Schulden an“, erläuterte den Angaben zufolge Konrad Landgraf, Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern. „Und sie verspielen dabei nicht nur ihr Geld, sondern häufig auch das ihrer Familien, ihrer Freunde, ihren Arbeitsplatz und ihr soziales Ansehen.“

Die von der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern finanzierten 22 Suchtberatungsstellen in Bayern berieten demnach im vergangenen Jahr knapp 1800 Spieler sowie rund 300 Angehörige.

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