Mitgliederschwund bei den Euroskeptikern

AfD: Zahlreiche Kreisverbände sind handlungsunfähig

München - Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) hat seit der Wahl ihres neuen Vorstands mehr als zehn Prozent ihrer Mitglieder in Bayern verloren. Nun zeigen sich erste Auswirkungen.

Zahlreiche Kreisverbände seien nicht mehr handlungsfähig, weil die Mehrheit ihrer Vorstände ausgetreten sei, teilte die Partei am Mittwoch mit. Betroffen sind fast alle Kreisverbände in München und in der Oberpfalz. In Mittelfranken trat der Bezirksvorstand geschlossen zurück, auch in Oberbayern und der Oberpfalz müssen die Gremien nach Parteiangaben neu aufgestellt werden.

Beim Bundesparteitag vor rund zwei Wochen hatte die nationalkonservative Frauke Petry den parteiinternen Machtkampf mit AfD-Gründer Bernd Lucke gewonnen und war zur neuen Vorsitzenden gewählt worden. Lucke, der zum wirtschaftsliberalen Flügel der Partei gehört, trat wenige Tage nach der Abstimmung aus der AfD aus. Abtrünnige Mitglieder haben angekündigt, eine neue Partei zu gründen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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