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Air-Berlin-Steward wirft nach Ärger das Handtuch

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Bernd Löwisch

Nürnberg/Berlin - Er erheiterte mit seinen lustigen Sicherheitsansagen viele Fluggäste, bekam deswegen aber angeblich Ärger mit seinen Chefs. Nun hat Flugbegleiter Bernd Löwisch das Handtuch geworfen.

Auf Facebook teilte der fränkische Steward Bernd Löwisch seinen Freunden mit, dass er den Entschluss gefasst habe, „zu gehen“. Eine Sprecherin der Air Berlin teilte am Dienstag mit, dass Löwisch „auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen hat“. Löwischs Facebook-Hinweis, Air Berlin habe ihn nach einem Gespräch ungeachtet der vielen positiven Fluggast-Reaktionen auf seine Ansagen abgemahnt, wollte die Sprecherin nicht kommentieren.

Ein wohl von einem Fluggast aufgenommenes Handy-Video zeigt den Purser, wie er bei einem Flug nach Nürnberg die Passagiere „an Bord der leidenschaftlichen Vollblut-Kanadierin“ (Flugzeug eines kanadischen Herstellers) begrüßt und die Sicherheitseinweisung seiner Stewardessen-Kollegin als „Tanzeinlage“ bezeichnet. Das Video wurde auf YouTube mehr als eine Million Mal angeklickt. Auf die Notausgänge verwies er mit den Worten: „Sollte der Flug nicht Ihrem Standard entsprechen, haben sie vier Möglichkeiten, die Maschine fluchtartig zu verlassen.“

Die Air-Berlin-Sprecherin betonte am Dienstag: „Wir sind nicht humorlos. Aber bei den Sicherheitsinstruktionen geht es um ein bestimmtes Reglement, um Mindeststandards. Da hat es an Ernsthaftigkeit gemangelt. Das kann im Notfall zu Missverständnissen führen“, gab die Sprecherin zu bedenken. “Sicherheit steht bei uns an erster Stelle.“ Bei den Ansagen seien die Flugbegleiter an ein Betriebshandbuch mit entsprechenden Vorgaben des Luftfahrtbundesamtes gebunden.

dpa

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