"Hohe kriminelle Energie"

Anklage fordert 14 Jahre Haft für LKW-Anzünder

Nürnberg - Wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung in Millionenhöhe soll ein Lastwagenfahrer nach dem Willen der Staatsanwaltschaft 13 Jahre und 6 Monate ins Gefängnis.

Laut Anklage soll der Mann zwischen Oktober 2008 und November 2013 deutschlandweit wiederholt Lastwagen - teilweise mitsamt der Auflieger - in Brand gesetzt haben. Der Gesamtschaden beträgt demnach rund 3,5 Millionen Euro. Der Mann soll auch Büroinventar beschädigt und mehreren Menschen Drohbriefe geschickt haben.

Die Staatsanwältin betonte, an fast allen Tatorten seien DNA-Spuren des 60-Jährigen gefunden worden. Er habe mit "hoher krimineller Energie" gehandelt, auf die man "mit Härte reagieren" müsse. Der Verteidiger schloss sich in den meisten Punkten der Staatsanwältin an. In zwei Fällen habe es jedoch keine DNA-Spuren oder sonstige Beweise gegeben. Daher forderte er in diesen Fällen Freispruch.

Nach Ansicht der Ermittler befand sich der Lasterfahrer auf einem Rachefeldzug unter anderem gegen seinen Ex-Arbeitgeber. Dieser hatte ihm nach einem Streit mit einem anderen Lkw-Fahrer gekündigt. Den größten Schaden richtete der 60-Jährige laut Anklage im November 2013 auf einem Firmengelände in Rheine (Nordrhein-Westfalen) an. Dort setzte er 14 Laster in Brand. Weitere Tatorte waren in Saara (Thüringen), Nürnberg, Rednitzhembach und Obertraubling in der Oberpfalz. Am kommenden Dienstag (9. Dezember) soll das Urteil verkündet werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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