Anklage gegen U-Bahnschläger erhoben

Nürnberg - Gegen einen mutmaßlichen U-Bahn-Schläger hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Anklage wegen versuchten Totschlags erhoben.

Der 24-Jährige habe im Dezember 2009 einen 35 Jahre alten Mann in der Nürnberger U-Bahnstation Langwasser-Mitte brutal zusammengeschlagen und sei anschließend geflüchtet, teilte die Anklagebehörde am Dienstag mit. Das Opfer sei dabei schwer verletzt worden und habe noch wochenlang unter den Folgen der Tat gelitten.

Der mutmaßliche Täter sei der Polizei erst zwei Wochen später ins Netz gegangen. Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte der betrunkene 24-Jährige den am Bahnsteig stehenden Fahrgast mehrfach um Feuer gebeten. Als dieser erklärte, er habe kein Feuerzeug dabei, schlug der Auszubildende unvermittelt auf den 35-Jährigen ein, warf ihn zu Boden und schlug den Kopf seines Opfers mehrfach auf den harten Steinboden. Anschließend habe er auf den bewusstlosen Mann eingetreten, bevor er floh.

Den Kripobeamten erklärte der Beschuldigte später, er könne sich an die Tat nicht erinnern. Nach kurzer Untersuchungshaft ist der Auszubildende inzwischen in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Mitangeklagt ist ein Vergehen aus dem Jahr 2008. Damals soll der Mann vor einem Nürnberger Lokal drei Besucher angegriffen und zusammengeschlagen haben.

Bei dem angestrebten Strafprozess will die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben 27 Zeugen und 2 Sachverständige hören.

dpa

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