Ansbach: Amokläufer muss zahlen

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Amokläufer Georg R. nach seiner strafrechtlichen Verurteilung Ende April 2010.

Ansbach - Neun Jahre Jugendhaft verbüßt Amokläufer Georg R. derzeit wegen eines Brandanschlags. Vor dem Landgericht Ansbach folgte jetzt auch eine zivilrechtliche Strafe.

Knapp drei Jahre nach der Tat muss der Amokläufer von Ansbach einer früheren Mitschülerin ein Schmerzensgeld von 10.000 Euro zahlen. Das hat das Landgericht Ansbach Urteil entschieden.

Die Zivilkammer begründete das Schmerzensgeld vor allem mit den schweren Verletzungen und den aufwendigen Behandlungen der damals 15 Jahre alten Schülerin nach einer Brandsatz-Attacke.

Der Schüler des Ansbacher Gymnasiums Carolinum war am 17. September 2009 in den Unterricht der 10. Klasse gestürmt und hatte eine Brandflasche in das Klassenzimmer geschleudert. Spritzer brennenden Benzins trafen die 15-Jährige am Kopf; sie erlitt schwere Brandverletzungen im Gesicht, ihre Haare gerieten in Brand. Bei dem Versuch, die Flammen an ihrem Kopf mit den Händen zu ersticken, zog sie sich Brandverletzungen an den Händen zu.

Die Jugendkammer hatte den damals 19-Jährigen Georg R. im April 2010 wegen versuchten Mordes in 47 Fällen zu neun Jahren Jugendhaft verurteilt. Zudem ordnete das Gericht die Unterbringung des unter einer schweren Persönlichkeitsstörung leidenden 19-Jährigen in der Psychiatrie an - und das auf unbestimmte Zeit. Ob die Klägerin in absehbarer Zeit ihre Forderung gegen den Beklagten durchsetzen kann, sei daher offen, heißt es in einer Gerichtsmitteilung.

dpa

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