Anschlag auf Biker: Polizei startet DNA-Test

Markt Rettenbach/Kempten - Vor eineinhalb Jahren schockte ein Öl-Anschlag die Biker im Allgäu. Ein Unbekannter hatte vorsätzlich Öllachen gelegt, damit Motorradfahrer stürzen - ein Mann starb. Nun startet die Polizei einen Reihen-Gentest.

Eineinhalb Jahre nach dem Mord an einem Motorradfahrer im Allgäu durch einen vorsätzlich gelegten Ölfleck will die Polizei den Täter mit einer DNA-Reihenuntersuchung fassen. Wie die Kripo Kempten am Freitag mitteilte, würden mehrere hundert Personen aufgefordert, eine Speichelprobe abzugeben. Für die Untersuchung seien 14 Beamte abgestellt worden.

Im April 2011 war bei Markt Rettenbach ein 37 Jahre alter Biker auf einer Öllache gestürzt und in ein Auto gekracht. Der Familienvater konnte nicht mehr gerettet werden. Die Ermittlungen ergaben, dass der Ölfleck vorsätzlich gelegt wurde, damit ein Zweiradfahrer verunglückt. Die Ermittler fanden in der Region noch neun andere Ölflecken. Der unbekannte Täter hatte auf den Straßen Wein- und Sektflaschen mit Altöl zertrümmert, und so gefährliche Schleuderfallen hinterlassen.

Durch die sichergestellten Flaschenscherben konnte die Polizei nun eine erste konkrete Spur auf den Täter finden - einen genetischen Fingerabdruck. Ein Abgleich mit der Gendatenband des Bundeskriminalamtes brachte allerdings keinen Treffer. Deswegen startet nun der Reihentest. Die Polizisten wollen zunächst gezielt Menschen um eine Speichelprobe bitten, auf die „bestimmte Prüfungsmerkmale zutreffen“ - nähere Informationen wurden nicht genannt.

Der Ölanschlag hatte im vergangenen Jahr viele Motorradfahrer im Allgäu verunsichert. In dem Fall sind 50 000 Euro Belohnung ausgesetzt - 5000 von der Polizei und 45 000 Euro von Privatpersonen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes.

dpa

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