Arbeitslosenzahl in Bayern steigt

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist trotz des strengen Winters im Dezember lediglich um 12.800 auf 269.900 gestiegen. Das waren 39.500 weniger als noch vor einem Jahr

Das teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,2 Punkte auf 4,0 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 4,6 Prozent gelegen. “Ich gehe auch für die kommenden Monate von einer steigenden Arbeitslosenzahl aus, da Bayern traditionell stärker von der Winterarbeitslosigkeit betroffen ist als andere Bundesländer“, sagte Behördenchef Ralf Holtzwart.

Zahl in allen Regierungsbezirken gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Dezember in allen sieben Regierungsbezirken gestiegen. Am stärksten war der Anstieg in Niederbayern und der Oberpfalz, am schwächsten in Oberbayern und Schwaben. Trotz des strengen Winters liegt die Arbeitslosigkeit in vier der sieben Bezirke noch unter vier Prozent. Im Jahresvergleich hat der Arbeitsmarkt in der Oberpfalz und in Schwaben am stärksten von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung profitiert. Am Ende der Skala stehen Mittelfranken und Oberfranken.

Zeil: Arbeitsmarkt trotzt strengem Winter

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) zeigte sich erfreut über die Zahlen vom Arbeitsmarkt. Er erklärte, die Arbeitsmarktbilanz für 2010 falle glänzend aus. Zum zweiten Mal in Folge habe Bayern die niedrigste Jahresarbeitslosenquote Deutschlands, sagte Zeil am Dienstag in einer Mitteilung. Im Herbst sei zudem die höchste jemals im Freistaat registrierte Zahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erreicht worden.

Der robuste Arbeitsmarkt trotze dem strengen Winter. Damit gebe es gute Chancen, dass Bayern nach der saisonal üblichen Verschnaufpause im Winter weiter große Fortschritte auf dem Weg zur landesweiten Vollbeschäftigung machen werde, betonte Zeil.

dpa

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