Augsburger Flughafen droht Insolvenz

Augsburg - Die Stadt Augsburg muss mehrere Millionen Euro in ihren verschuldeten Flughafen stecken - sonst droht die Insolvenz.

Dem Augsburger Flughafen droht ohne Finanzhilfe der Stadt die Pleite. Die finanzielle Situation des Airports habe sich dramatisch verschärft, die Stadt müsse den völlig überschuldeten Flughafen mit Millionenbeträgen vor der Insolvenz retten, sagte Augsburgs Kämmerer und Bürgermeister Hermann Weber (CSU) am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Der Flughafen mit rund 53 000 Starts und Landungen pro Jahr sei mit 19 Millionen Euro verschuldet, jährlich fielen mehr als eine Million Euro für die Tilgung der Schulden und Zinszahlungen an. Die Stadt hoffe jetzt auf die Ansiedlung von Firmen auf dem nahe gelegenen Gewerbegebiet zur Belebung des Flughafens.

“Jetzt den Flughafen zu schließen wäre der falsche Zeitpunkt“, sagte Weber und wies damit entsprechende Forderungen der Grünen im Stadtrat zurück. “Es besteht die Chance, in fünf bis sechs Jahren schwarze Zahlen zu schreiben“, sagte Weber. Der laufende Betrieb des Airport kostet rund 300 000 Euro pro Jahr. Weber machte aber klar, dass neue Investitionen für den Flughafen nicht infrage kommen. “Da bin ich angesichts der gegenwärtigen Finanzsituation sehr vorsichtig“, sagte er.

Der Augsburger Flughafen fristet ein Schattendasein neben dem Münchner Großflughafen und wird fast ausschließlich für Geschäftsflüge genutzt. Linienflüge sind seit 2005 eingestellt. Der Versuch, den Flughafen nach Lagerlechfeld zu verlegen und dort einen Teil des militärisch aufgelassenen Flugfeldes zivil zu nützen, war gescheitert. Erfolgreichster schwäbischer Flughafen ist der Regionalflughafen Memmingerberg im Allgäu.

dpa

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