A8 München-Augsburg jetzt sechsspurig

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Die A8 zwischen München und Augsburg war jahrelang ein Nadelöhr.

Augsburg - Seit Jahren gab es auf der viel genutzten A8 zwischen München und Augsburg Behinderungen. Nun hat die Geduldsprobe für Autofahrer ein Ende. Seit Dienstag ist die Strecke durchgängig sechsspurig befahrbar.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft Autobahnplus A8 GmbH wurde der Ausbau auf dem zuletzt noch fehlenden sechs Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Sulzemoos und Odelzhausen (Landkreis Dachau) zum Wochenbeginn abgeschlossen.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) werden an diesem Donnerstag (9. Dezember) bei einem Festakt in Dasing (Landkreis Aichach-Friedberg) die Strecke offiziell für den Verkehr freigeben.

Vor allem Berufspendlern kommt der im Rahmen eines privaten Betreibermodells durchgeführte sechsspurige Autobahnausbau zugute. In Teilbereichen der Strecke Augsburg-München gibt es nach Angaben der Autobahndirektion Südbayern ein Verkehrsaufkommen von bis zu 100 000 Fahrzeugen pro Tag. Die vierstreifigen, mehr als 60 Jahre alten Abschnitte waren diesen Spitzenbelastungen nicht mehr gewachsen.

Das Betreibermodell, Public Private Partnership (PPP) genannt, steht für die langfristige, vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft. Einem privaten Betreiber werden im Rahmen einer Konzession der Bau oder Ausbau, die Erhaltung und der Betrieb eines Autobahnabschnittes für einen Zeitraum von insgesamt 30 Jahren übertragen. Er trägt dafür die Finanzierung dieser Leistungen. Im Gegenzug erhält das private Konsortium die anfallende Maut für den Schwerverkehr 30 Jahre lang als Refinanzierung. Der Ausbau der Strecke Augsburg-München ist nach Angaben der Autobahndirektion das bundesweit erste begonnene PPP-Autobahn-Projekt.

Die A8 ist eine der wichtigsten West-Ost-Verbindungen in Süddeutschland. Sie verläuft von Karlsruhe über Stuttgart, Ulm, Augsburg und München bis nach Salzburg und ist Teil des transeuropäischen Netzes.

dpa

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