Neugeborenes vor Wohnhaus gelegt

Baby ausgesetzt - Mutter verurteilt

Augsburg - Weil sie ihr Baby nachts vor einem Mehrfamilienhaus ausgesetzt hatte, ist eine junge Frau zu 20 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Außerdem ordnete das Augsburger Amtsgericht am Montag an, dass die junge Mutter 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und eine Therapie machen muss. Die 21-Jährige habe in dem Prozess ein Geständnis abgelegt und ihr Verhalten bedauert, berichtete ein Gerichtssprecher.

Die Frau hatte im vergangenen Juli im Augsburger Vorort Bobingen ihren neugeborenen Sohn gegen ein Uhr früh vor dem Wohnhaus abgelegt. Dann klingelte sie bei mehreren Wohnungen und lief davon. Zunächst bemerkte kein Bewohner das Baby. Nach etwa einer Stunde hörte ein Mann aber das Kind weinen und fand den kleinen Buben in einer Sporttasche vor der Haustür. Das Baby kam in eine Kinderklinik und war bald wieder wohlauf.

Die Polizei hatte nach der Tat mit Plakaten und Flugblättern nach der Mutter gesucht. Etwa zwei Wochen nach dem Aussetzen des Babys wurde die Frau ermittelt. Sie habe ihre Schwangerschaft verheimlicht und wegen einer persönlichen Notlage das Kind nicht behalten können, gab sie damals bei den Vernehmungen zu Protokoll.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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