Bande klaut 55 Autos - Verhandlung steht an

Bayreuth/Bamberg - Ihr Beutezug führte sie durch ganz Deutschland - darum stehen sieben Mitglieder einer mutmaßlichen Autoknacker-Bande ab Ende Juli vor dem Landgericht Bamberg.

Die Angeklagten sollen insgesamt 55 Fahrzeuge im Wert von rund einer halben Million Euro erbeutet haben, wie der Bamberger Oberstaatsanwalt Martin Dippold sagte.

Die Diebstahlserie begann nach Erkenntnissen der Ermittler im Juni 2011 im Landkreis Forchheim, danach wurden auch Autos etwa in Berlin, Dresden und Jena gestohlen. Die Verhandlung gegen die sieben Männer beginnt am 24. Juli, ein Urteil soll am 3. August fallen. Die Anklage lautet auf schweren Bandendiebstahl. Den Männern drohen Haftstrafen von bis zu neun Jahren.

Michael Enders von der Kripo Bayreuth schilderte die komplizierten Ermittlungsarbeiten in dem Fall: Nach einem Autodiebstahl bleibe zunächst „nur der leere Platz ohne Spuren“. Die Polizei wertete deshalb zunächst Funkdaten aus, um zu ermitteln, von welchem Mobilfunkanschluss am Tatort telefoniert wurde. Danach erwirkte die Staatsanwaltschaft 74 richterliche Beschlüsse zur Handy-Überwachung. Die mutmaßlichen Täter konnten schließlich im November letzten Jahres im westfälischen Windeck (Landkreis Rhein-Sieg-Kreis) geschnappt werden.

Die Gruppe sei extrem gut organisiert gewesen, betonte Dippold. Es habe Kuriere gegeben, die die erbeuteten Autos nach Polen schafften. Ein Techniker habe die Fahrzeuge aufgebrochen, die Wegfahrsperre ausgeschaltet und die Autos angelassen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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