Razzia in Bayern und Baden-Württemberg

Bande macht Kasse mit überteuerten medizinischen Geräten

Neu-Ulm - Nach vierjährigen Ermittlungen haben Kripo und Staatsanwaltschaft in Bayern und Baden-Württemberg eine Bande von Wirtschaftskriminellen zerschlagen.

Ein 52-Jähriger aus dem Kreis Neu-Ulm soll mit seinen Komplizen überteuerte medizinische Geräte an russische Kliniken verkauft haben. Über ein kompliziertes Unternehmensgeflecht im In- und Ausland und die Zahlung von Bestechungsgeldern sei eine Monopolstellung aufgebaut worden, berichteten die Ermittler am Dienstag. Bei einer Razzia am Montag seien 20 Objekte durchsucht und vier Verdächtige verhaftet worden. Es sei ein Gesamtschaden im mittleren zweistelligen Millionenbereich entstanden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Bestechung, Steuerhinterziehung und Geldwäsche gegen das Quartett. An der Razzia waren rund 200 Beamte beteiligt. Die Durchsuchungen fanden außer im Großraum Ulm/Neu-Ulm auch in München und Freiburg sowie in den bayerischen Landkreisen Günzburg und Forchheim sowie dem Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg statt.

dpa

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