Arbeitslosen-Quote unverändert

245.300 Arbeitslose in Bayern

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Nürnberg - Die Arbeitslosigkeit im Freistaat nimmt zu - allerdings nur ein bisschen. Zugleich gibt es mit fünf Millionen regulär Beschäftigten einen neuen Positiv-Rekord.

Dem Herbstaufschwung ist im November die Puste ausgegangen: Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern nahm leicht zu. Mit 245 300 waren im Freistaat 1,2 Prozent mehr Menschen ohne Job als im Oktober. Die Arbeitslosenquote blieb aber unverändert bei 3,5 Prozent, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Die Nürnberger Behörde verkündete zugleich positive Nachrichten von der Beschäftigungsseite: Zum ersten Mal haben mehr als fünf Millionen Bayern einen regulären Job.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist für diese Jahreszeit üblich und saisonal bedingt“, erläuterte Regionaldirektions-Chef Ralf Holtzwart. „Die konjunkturelle Belebung, die bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sichtbar wird, wirkt sich derzeit noch nicht auf den Arbeitsmarkt aus.“ Dieser zeige sich zwar weiterhin robust, doch die Dynamik lasse nach. Dennoch ist Bayern deutschlandweit weiter an der Spitze, auch wenn die Zahl der Erwerbslosen auf Jahressicht mit 4,7 Prozent so stark zugenommen hat wie nur noch in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.

Positiv bewertete Holtzwart auch die Entwicklung bei der Entstehung regulärer Stellen. „Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten nach aktuellen Hochrechnungen im September erstmals seit Aufzeichnung der Beschäftigungsdaten die Fünf-Millionen-Grenze überschritten hat.“ Im Verlauf des vergangenen Jahres bauten besonders die wirtschaftlichen Dienstleistungen - dazu zählen etwa Rechts- und Unternehmensberatung - sowie das verarbeitende Gewerbe und das Gesundheits-/Sozialwesen Personal auf.

Allerdings ließ die generelle Nachfrage nach Arbeitskräften im November nach. Die Unternehmen meldeten den Arbeitsagenturen gut elf Prozent offene Stellen weniger als im Oktober. Besonders bei der Zeitarbeit gab es ein Minus, ebenso im Handel und dem Baugewerbe. Aktuell sind in Bayern knapp 64 500 Stellen ausgeschrieben.

Mit Blick auf die Regierungsbezirke ist die Lage in Niederbayern weiterhin am besten, auch wenn die Arbeitslosigkeit dort im November am stärksten stieg - die kälteren Temperaturen setzten den besonders vielen Baufirmen zu. Schlusslicht unter den Bezirken ist weiterhin Mittelfranken.

dpa

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