Schule der bibeltreuen "Zwölf Stämme" geschlossen

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Deiningen/München - Jahrelang weigerten sich Eltern der Urchristen-Gemeinschaft "Zwölf Stämme" in Bayern, ihre Kinder auf eine staatliche Schule zu schicken.

Jetzt hat das Kultusministerium in München die Schule der Gemeinschaft geschlossen. "Wir mussten handeln", sagte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) dem "Focus" (Montag). "Hier geht es um das Recht der Kinder auf eine qualitätsvolle schulische Ausbildung."

Grund für die Schließung sei für das Ministerium der offizielle Ausstieg des einzigen staatlich anerkannten Lehrers der Schule gewesen, sagte Ministeriumssprecher Ludwig Unger am Sonntag. Es sei nun kein "geeignetes Lehrpersonal" mehr vorhanden.

Die Gemeinschaft "Zwölf Stämme" unterhielt in Klosterzimmern bei Deiningen eine sogenannte Ergänzungsschule. Die Mitglieder weigern sich seit Jahren, ihre Kinder in eine staatliche Schule zu schicken. Die Gemeinschaft begründet dies mit ihrer Religion und macht "Gewissensgründe" geltend. Ein Grund ist der Sexualkundeunterricht. 2004 waren mehrere Väter wegen der Verweigerung in Erzwingungshaft gekommen.

dpa

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