Studiengebühren: Bayerns Studenten wittern Morgenluft

München - Mit dem Regierungswechsel in Baden-Württemberg und der erwarteten Abschaffung der dortigen Studiengebühren wittern auch Bayerns Studenten Morgenluft. Wie die Chancen dafür stehen:

In einem offenen Brief an alle Landtagsabgeordneten und Hochschulleitungen haben sich die Studierendenvertretungen der Landes-Asten-Konferenz für ein Ende der Gebühren auch im Freistaat stark gemacht. “Wir sehen sehr gute Erfolgschancen nach der Entwicklung der vergangenen Wochen“, sagte Eva Blomberg von der Geschäftsführung der Studierendenvertretung an der Ludwig-Maximilians-Universität am Montag in München. Bayern und Niedersachsen seien isoliert als Länder, die Studiengebühren erheben.

Christian Zwanziger, Sprecher der Landes-Asten-Konferenz, nannte ein Festhalten Bayerns an den Studiengebühren einen unsozialen Zustand und “Gefahr für die gesellschaftliche und wissenschaftliche Zukunft Bayerns“. Der offene Brief soll Politik, Öffentlichkeit und Studierende informieren und zum Nachdenken bringen.

Vor allem auch die Studenten selbst sollten aufgerüttelt werden, sagte Blomberg: “Es ist etwas anderes, ob man Studiengebühren zahlt, weil alle sie zahlen müssen, oder ob man sich sagen muss: ich studiere zwar im reichsten Bundesland, aber ich muss Studiengebühren zahlen, obwohl die Unis nicht besser sind als anderswo.“ Studenten seien mobil, sie könnten - und würden - Bayern den Rücken kehren, wenn das Land weiter an den Studiengebühren festhalte.

dpa

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