Protesttag: Studenten wehren sich gegen Sparzwang

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Drei Studenten in Schweinchenkostüm und mit Masken von drei bayerischen Politikern (l-r) "Ferkelschon" Georg Fahrenschon (CSU), "Big Pig" Horst Seehofer (CSU) und "Humus Heubi" Wolfgang Heubisch (FDP) verteilen am Mittwoch (15.12.2010) in München in einer Fachhochschule mehrere Flyer.

München - Studenten in Bayern haben am Mittwoch einen Protesttag gegen den Sparzwang an Hochschulen begonnen. In mehreren Städten wollen die angehenden Akademiker ein Zeichen setzen.

In Bayreuth, Coburg, München, Passau, Würzburg und an der Uni Erlangen-Nürnberg starteten die Protestierenden Unterschriftenaktionen und Gesprächsrunden. “Uns geht es um ein sichtbares Zeichen. Wir wollen in die Uni reinwirken und aus der Uni heraus aufmerksam machen“, sagte Eva Blomberg von der Studierendenvertretung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München.

Wegen des winterlichen Wetters kamen viele Studenten nicht rechtzeitig zum Start des Aktionstages an ihren Unis.

Den Veranstaltern gehe es darum, möglichst alle Studenten über die Kürzungen im Hochschulbereich zu informieren, sagte Blomberg. An der Uni Bayreuth etwa seien an allen Ein- und Ausgängen Absperrbänder gespannt worden. “So muss jeder Student unter dem Band durchlaufen und automatisch über den Protest nachdenken“, sagte Benjamin Horn vom Studierendenparlament der Uni Bayreuth.

Am Nachmittag wollten Studenten aus Erlangen dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU) rund 7 000 unterschriebene Protestpostkarten überreichen. Auch eine Diskussion mit LMU Professoren, Studenten und dem früheren Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin war für den Abend in München geplant.

dpa

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