Bergwacht warnt bei Herbstwanderung vor Dunkelheit und Kälte

Immenstadt/Oberstdorf - Der Oktober mit seinen goldenen Herbstfarben ist ein beliebter Wandermonat. Doch angesichts kühler Temperaturen und früher Dunkelheit hat die Bergwacht zur Vorsicht gemahnt.

 “Im Herbst gehören warme Kleidung, Mütze, Handschuhe und eine Stirnlampe in jeden Wanderrucksack“, sagte Peter Haberstock, Geschäftsführer der Allgäuer Bergwacht, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Es komme in dieser Jahreszeit immer wieder vor, dass Wanderer die Länge des Weges unterschätzen und beim Abstieg in die Dunkelheit geraten. “Wenn man nicht mehr sieht, wohin man tritt, kann das gefährlich werden.“

Der Allgäuer Bergwacht-Chef hat die Erfahrung gemacht, dass in der Wandersaison neben Herz-Kreislauf-Problemen die häufigsten Ursachen bei Bergunfällen Selbstüberschätzung, Unaufmerksamkeit und Erschöpfung sind. “Wer müde ist, gerät ins Stolpern und kann nicht mehr schnell genug reagieren.“ Dies könne zu Verletzungen am Sprunggelenk oder Knie führen. Im alpinen Gelände könne ein Stolpern allerdings auch schwerwiegendere Folgen haben.

Wer im Herbst in den Bergen unterwegs ist, sollte laut Haberstock auch auf die Beschaffenheit der Wege achten. “Vor allem in schattigem Gelände trocknen die Wege jetzt kaum noch ab und können gefährlich nass und schmierig sein.“ Wie das ganze Jahr über sei daher beim Wandern gutes Schuhwerk dringend erforderlich.

Wanderer, die im Oktober noch Touren in höheren Lagen planten, müssten zudem mit Schneefeldern rechnen und sollten sich vorher über die Verhältnisse informieren. Im Allgäu sind die alpinen Höhenwege über 2200 Meter nach Angaben der Alpinberatung Oberstdorf zur Zeit schneebedeckt und nur mit Winterausrüstung und guter Ortskenntnis begehbar.

Wie Haberstock sagt, sollten sich Wanderer von Oktober an auch nicht mehr ungeprüft auf die Berghütten als Stützpunkte verlassen. “Jetzt kommt die Zeit, in der die Hütten nach und nach zumachen.“ In den Allgäuer Alpen schließen die ersten Alpenvereins-Hütten bereits am 3. Oktober, gab der Bergwacht-Chef zu bedenken.

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