Betrügerbande manipuliert Tachos von Luxusautos

Kempten - Wegen großangelegten Betrugs mittels manipulierter Tachostände an Gebrauchtwagen müssen sich demnächst fünf Männer vor dem Landgericht Kempten verantworten. Neben Männern aus dem Allgäu ist auch ein Münchner als Haupttäter angeklagt.

Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, wird ihnen vorgeworfen, sich um insgesamt rund 250 000 Euro bereichert zu haben, indem sie die Kilometerzähler von 72 Autos vor deren Verkauf zurücksetzten.

Die Drahtzieher der Bande, ein 25-jähriger Mann und sein 52 Jahre alter Vater, ließen laut Anklage für ihren Gebrauchtwagenhandel in Füssen (Landkreis Ostallgäu) die Kilometerzähler von meist teuren Autos manipulieren. Anschließend verkauften sie die Wagen über Wert weiter, hauptsächlich an Kunden aus dem Ausland. Zwei Ostallgäuer im Alter von 23 und 29 Jahren werden beschuldigt, ihnen dabei geholfen zu haben. Ein 33-jähriger Münchner soll die Tachos zurückgesetzt haben.

Die mutmaßlichen Haupttäter sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Einer bestreitet die Tat, der andere schweigt zu den Vorwürfen. Ihre Komplizen haben gestanden und sind in Freiheit.

dpa

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