Bill Gates kommt an den Bodensee

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Bei der Nobelpreisträger-Tagung in Lindau wird er nicht fehlen: Bill Gates.

Lindau - Sie sind alle keine Unbekannten, die 24 Nobelpreisträger, die sich bald zur Tagung am Bodensee treffen. Dort wird dann aber auch der zeitweise reichste Mann der Welt erwartet -Bill Gates.   

Zur Eröffnung der traditionellen Nobelpreisträger-Tagung in Lindau am Bodensee wird Bill Gates erwartet. Der zeitweise reichste Mann der Welt will mit den besten Medizinern der Welt über ihre aktuellen Forschungsprojekte sprechen.

Microsoft-Gründer Bill Gates kommt am 26. Juni zur Eröffnung der Nobelpreisträgertagung nach Lindau. Im Mittelpunkt der Tagung mit 24 Preisträgern aus Medizin und Chemie steht in diesem Jahr die Weltgesundheit, die auch zentrales Anliegen der Bill & Melinda Gates Stiftung ist. “Ich glaube, dass wir die Gelegenheit haben, eine neue Zukunft zu schaffen, in der die weltweite Gesundheit zum Eckpfeiler des globalen Wohlstands wird“, sagte Gates nach Angaben der Tagungsorganisatoren vom Donnerstag.

Bis zum 1. Juli wollen sich die Nobelpreisträger mit 570 ausgewählten Nachwuchswissenschaftlern aus 80 Ländern über die Zukunft ihrer Fächer austauschen. Diskutiert werden neben der Weltgesundheit die Entwicklung neuer Arzneimittel sowie neueste Entwicklungen im Bereich der Genetik.

Die Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee wird Gates, der mit der von ihm und seiner Frau getragenen Stiftung den Kampf gegen Krankheiten und für Impfprogramme in Entwicklungsländern unterstützt, in ihren Ehrensenat aufnehmen. Der Unternehmer wird im Rahmen der Eröffnung unter anderem ein Podiumsgespräch mit jungen Wissenschaftlern führen.

Viele der in Lindau erwarteten Nachwuchsforscher kommen aus Entwicklungsländern, wo viele Menschen in einem Teufelskreis aus Armut und Krankheit stecken. Neben Aids, Malaria und Tuberkulose drohen von Parasiten hervorgerufene Krankheiten wie Flussblindheit oder Schlafkrankheit. Da diese Krankheiten in der entwickelten Welt kaum vorkommen, sei ihre Bekämpfung lange vernachlässigt worden, erklärten die Organisatoren. Angesichts der Zunahme von Resistenzen werden die Wissenschaftler auch über die Entwicklung neuer Antibiotika sprechen. So werde etwa jeder dritte Todesfall unter immungeschwächten Aids-Patienten durch Tuberkulose verursacht, die durch multiresistente Erreger in den Entwicklungsländern besonders gefährlich geworden sei.

lby

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