Brand in Müllsortieranlage - Millionenschaden

Thiersheim - Ein Großbrand in einer Müllsortieranlage hielt Dienstagnacht rund 300 Feuerwehrleute in Atem. Weil die Gefahr bestand, dass giftige Dämpfe austreten, wurde sogar ein Autobahnabschnitt gesperrt.

Ein Großbrand hat in der Nacht zum Mittwoch die Halle einer Müllsortieranlage im oberfränkischen Thiersheim (Landkreis Wunsiedel) völlig zerstört. Auch der angrenzende Bürotrakt wurde von den Flammen stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach Schätzungen der Polizei in Bayreuth könnte der Sachschaden mehr als eine Million Euro betragen. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache war zunächst unklar.

Das Feuer in dem Betrieb unmittelbar neben der Autobahn A93 wurde kurz vor Mitternacht entdeckt. Rund 300 Feuerwehrleute kämpften stundenlang gegen die Flammen in der 40 mal 80 Meter großen Sortierhalle. Wegen der starken Rauchentwicklung und der ausgetretenen giftigen Dämpfe wurden die Bewohner von Thiersheim und der Nachbargemeinde Schirnding aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Staatsstraße Thiersheim-Wunsiedel und die Autobahnausfahrt Thiersheim waren die ganze Nacht über gesperrt. Erst gegen 7.00 Uhr konnte die Einsatzleitung Entwarnung geben.

Am Vormittag waren noch rund 50 Feuerwehrleute und Mitglieder des Technischen Hilfswerks dabei, die letzten Glutreste aus der Halle zu räumen und zu löschen. Als das Feuer ausbrach, war die Anlage nicht in Betrieb. Somit bestand nach Angaben der Polizei auch keine Gefahr für die Beschäftigten. Vorsorglich waren zwei Notärzte und vier Rettungswagen am Brandort.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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