BN in Bayern warnt erneut

Naturschützer: Hände weg vom Alpenplan

München - Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) hat erneut vor einer Aufweichung des Alpenplanes gewarnt. 

Der darin geregelte Schutz der Alpen dürfe nicht weiteren Profitinteressen geopfert werden, sagte der Verbandsvorsitzende Hubert Weiger am Montag in München. Er verurteilte die Absicht der bayerischen Staatsregierung, für den Bau einer Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu eine Ausnahme vom Alpenplan zu genehmigen.

Für Schneekanonen und neue Seilbahnen dürften keine Steuern und staatlichen Subventionen mehr verwendet werden, fordert der BN. Stattdessen solle das Geld in naturnahen Tourismus gesteckt werden.

Die Landtags-SPD will den Alpenplan mit allen parlamentarischen und juristischen Mitteln verteidigen. Das Regelwerk schaffe es seit 40 Jahren erfolgreich, die sensible Bergwelt zu schützen und gleichzeitig wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen, sagte ihr umweltpolitischer Sprecher Florian von Brunn. „Wir dürfen unsere bayerischen Alpen nicht der künftig ungebremsten Profitgier und der kurzsichtigen CSU-Politik opfern.“

An diesem Mittwoch und Donnerstag (12./13. Oktober) findet in Grassau (Landkreis Traunstein) die 14. Internationale Alpenkonferenz statt, mit der turnusgemäß die zweijährige Präsidentschaft der Alpenkonvention von Deutschland auf Österreich übergeht. In der Organisation sind Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Monaco, Österreich, Schweiz und Slowenien vertreten. Der Alpenplan wurde 1972 zum Schutz der Berge vor zu viel Erschließung beschlossen. Er teilt die Alpen in drei unterschiedlich schützenswerte Zonen ein.

dpa

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