Christen läuten mit Palmsonntag die Karwoche ein

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Palmsonntag in Waakirchen (Kreis Miesbach)

München - Mit feierlichen Prozessionen haben Christen am Palmsonntag in Bayern den Beginn der Karwoche eingeläutet. Katholische und evangelische Gläubige erinnert der Tag an Jesu Einzug in Jerusalem.

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, betonte beim Gottesdienst im Liebfrauendom, dass der Einzug “nicht auf einem hohen Ross, sondern auf einem Esel als Zeichen der Armut und der Demut“ geschehen sei. Damit habe er die “Vision des demütigen Königs, des Gottesknechts erfüllt“.

Dem Evangelium nach wurde Jesus in Jerusalem ein triumphaler Empfang bereitet: Er ritt auf einem Esel, die Menschen jubelten ihm zu und schwenkten Palmzweige. Doch die Sympathiebekundungen waren nur eine vorübergehende Erscheinung. Jesus wurde verhaftet, zum Tod verurteilt und gekreuzigt. An diese Ereignisse der neutestamentlichen Überlieferung denken die Christen dann besonders in der Karwoche - bis schließlich am Ostersonntag die Auferstehung Jesu als zentrales Element des christlichen Glaubens gefeiert wird.

Zur Tradition des Palmsonntags gehört in der katholischen Kirche das Segnen von Palmbuschen - meist nicht in der Kirche, sondern etwa im Pfarrhof oder auf dem Marktplatz. So nahmen auch dieses Jahr zahlreiche Gläubige in Bayern bei strahlendem Sonnenschein mit festlich geschmückten “Palmzweigen“ an den traditionellen Prozessionen teil. Da es in Deutschland an echten Palmen mangelt, wird aber traditionell Buchsbaum oder Weidenkätzchen verwendet.

dpa

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