CSU-Klausur: Merkel spricht über Schuldenkrise

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Kanzlerin Angela Merkel nimmt mit Ministerpräsident Horst Seehofer (r.) und CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt (hinten) an der CSU-Klausur in Andechs teil.

Andechs - Der CSU-Vorstand hat am Samstag seine Klausur im oberbayerischen Kloster Andechs fortgesetzt. Dabei sollte unter anderem die Eurokrise ein wichtiges Thema sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist mit der CSU-Spitze im oberbayerischen Kloster Andechs zum zweiten Tag einer Vorstandsklausur zusammengetroffen. Hauptthemen sind die Europa- und die Außenpolitik. Die CSU will den Druck auf Griechenland und andere Euro-Schuldnerländer erhöhen und verlangt vor neuen Hilfszusagen eine Beteiligung des Bundestags in jedem Einzelfall. Merkel äußerte sich vor Beginn der Gespräche nicht öffentlich.

Am Vorabend hatte sich die CSU nach siebeneinhalbstündiger Debatte über den Atomausstieg als erste der drei Berliner Koalitionsparteien auf ein Ausstiegsdatum festgelegt: Geht es nach der CSU, soll das letzte Atomkraftwerk in Bayern spätestens 2022 abgeschaltet werden. Das CSU-Konzept sieht dabei die regelmäßige Überprüfung der Fortschritte des Atomausstiegs vor. Das bietet die Möglichkeit, im Falle eines Falles den Ausstieg noch einmal zu verschieben.

Die Diskussion verlief phasenweise kontrovers, am Ende gab es aber keine Gegenstimmen gegen den Kurs von Parteichef Horst Seehofer. Argumente der Kritiker des schnellen Atomausstiegs in der CSU sind vor allem die Sorge um steigende Strompreise und sinkende Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft.

dpa

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