Wo ist der Puck? Umbau im Curt Frenzel-Stadion

Augsburg - Die zu flach gebauten Tribünen im Augsburger Curt Frenzel-Stadion dürfen abgerissen und neu gebaut werden. Der TÜV Südbayern gab dazu am Donnerstag grünes Licht.

In ihrem Eishockeystadion werden die zu flach gebauten Tribünen abgerissen und durch neue, steilere ersetzt. Der TÜV Südbayern gab dazu am Donnerstag grünes Licht. Augsburg (dpa/lby) - Monatelang protestierten die Fans der Augsburger Panther gegen zu flach gebaute Tribünen im Curt Frenzel-Stadion. Nun steht fest, dass sie für rund 850 000 Euro abgerissen und durch steilere ersetzt werden. Der TÜV Südbayern stimmte den Umbauarbeiten am Donnerstag zu, er war vom Stadtrat mit einem Gutachten beauftragt worden. “Es gab keine Bedenken wegen der Steigung“, sagte Stadt-Sprecher Ulrich Müllegger.

Allerdings müsse das von den Augsburger Panther-Fans vorgelegte Konzept an einigen Stellen nachgebessert werden. So werde es eine “Erhöhung der Rutschhemmung auf Oberflächen“ und eine bessere Kennzeichnung der Stufenkanten durch Beleuchtung und Hinweisschilder geben. Hinzu kommen sollen auch Handläufe an den Zugangstreppen und ein neues Sicherheitskonzept für die Arena, die zur Zeit für 16,2 Millionen Euro umgebaut wird.

Sollten die Augsburger Panther nicht in die Play-Offs kommen, könne schon am 21. März mit den Bauarbeiten begonnen werden. Das erste Spiel der DEL-Eishockeymannschaft ist für Ende September/Anfang Oktober geplant. Die Kosten im Zusammenhang mit dem Umbau belaufen sich den Angaben zufolge auf insgesamt etwa eine Million Euro - 850 000 Euro für den Abriss und Neubau der Tribünen und ein sechsstelliger Betrag für das TÜV-Gutachten. Außerdem wird die Eisfläche derzeit für 1,6 Millionen Euro saniert, dies steht aber nicht im Zusammenhang mit den Nachbesserungen.

Im Oktober war den rund 3000 Besuchern bei den ersten Heimspielen der Panther nach der Generalsanierung aufgefallen, dass die Tribünen zu flach gebaut wurden. Viele Zuschauer konnten deshalb nur einen Teil der Eisfläche und der Spielerbänke sehen. Die Fans schlugen Alarm und protestierten mit verbundenen Augen und “Wo ist der Puck?“-Transparenten gegen die Sichtbehinderungen. Es folgte eine monatelange Suche nach Lösungen. Unter den Vorschlägen war eine Anhebung der Eisfläche und die Aufdoppelung der Tribünen.

Der Stadtrat entschied Ende Januar schließlich für das Modell der Augsburger Panther-Fans, das sie mit einem Architekturbüro zusammen entwickelt hatten. Einziges Problem bei der Abriss-Variante waren die sechs Zentimeter zu hohen Treppenstufen - deshalb wurde der TÜV Südbayern mit der Prüfung des Modells beauftragt.

dpa

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