Selbst die Motorräder waren eingeschneit

Dicke Schneeschicht zum Start des Elefantentreffens der Biker

Thurmansbang - Bei winterlichen Bedingungen hat im Bayerischen Wald das legendäre Elefantentreffen von Motorradfahrern aus ganz Europa begonnen.

Schon am Freitagvormittag fanden sich mehr als 1000 winterfeste Biker im niederbayerischen Thurmansbang (Landkreis Freyung-Grafenau) ein. Bis Sonntag erwarten die Organisatoren sogar bis zu 5000 Biker aus ganz Europa.

Pünktlich zum Start des ältesten Wintertreffens von Bikern waren in der Nacht zum Freitag rund 20 Zentimeter Neuschnee gefallen. „Alles ist weiß, selbst die Motorräder sind mit Schnee überdeckt. Es ist genauso, wie wir uns das vorstellen“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes der Motorradfahrer (BVDM), Michael Lenzen.

Die meisten der harten Männer und Frauen campen trotz der winterlichen Temperaturen im Freien. Der Boden der Zelte wird mit Stroh ausgelegt und zusätzlich helfen dicke Iso-Matten, Schlafsäcke und mehrere Schichten Kleidung am Leib gegen die Kälte. „Wir verkaufen auch Holz für die kleinen Öfen im Zelt“, erläuterte Lenzen.

Die größte Gruppe stellen nach den Deutschen die Italiener. Aber auch Engländer, Franzosen, Spanier oder Niederländer zieht es immer wieder in den Bayerwald. Die weiteste Anreise haben wohl Biker aus Russland, die bis zu 5000 Kilometer auf der Maschine in Kauf nehmen, um mit ihren Kollegen am Lagerfeuer über ihr Abenteuer zu reden. Ein Showprogramm mit Festzelt und Livemusik gibt es nicht. „Wir leben hier den Gedanke eines vereinten friedlichen Europas“, erklärte Lenzen, der mit seinem Motorrad bereits am Donnerstag angereist war.

Egal wie lang und beschwerlich die Anreise auch war, die letzten Kilometer zum sogenannten Hexenkessel in Thurmansbang haben es in sich. Auf den schmalen Wegen und Straßen, die steil bergauf zum Winterlager führen, lag am Freitag eine zentimeterdicke Schicht Neuschnee.

Laut BVDM handelt es sich um das weltweit älteste und größte Wintertreffen für Motorradfahrer. Die erste Zusammenkunft gab es 1956 bei Stuttgart. Damals kamen Fahrer der Zündapp-Gespanne KS 601 zusammen. Die Maschinen wurden als „Grüne Elefanten“ bezeichnet - daher der Name Elefantentreffen.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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