Dominik Brunner: Denkmal für Zivilcourage

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Mit einer zwei Meter großen Bronze-Skulptur erinnert Brunners Heimatgemeinde Ergoldsbach (Landkreis Landshut) an den couragierten Mann.

Ergoldsbach - Am ersten Todestag des ermordeten Geschäftsmanns Dominik Brunner hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in Brunners Heimatgemeinde ein Denkmal enthüllt.

Der Name Dominik Brunner sei zu einem Synonym für Zivilcourage geworden, sagte Herrmann. Der 50-Jährige sei eine Persönlichkeit gewesen, die sich “entgegen allen Konsequenzen“ in den Dienst seiner Mitmenschen gestellt habe. Der Innenminister erinnerte daran, dass der Jahrestag von Brunners Tod auch “ein Tag der Mahnung“ sei, noch mehr gegen die Gewalt in der Gesellschaft zu tun.

Bilder von der Einweihung

Einweihung des Dominik-Brunner-Denkmals

Er betrachte die wachsende Gewaltbereitschaft mit großer Sorge, sagte er. Man brauche das Engagement und die Mithilfe der Bürger, um “eine neue Kultur des Hinsehens und des füreinander Einstehens zu erzeugen“. Nach Ansicht Herrmanns ist Zivilcourage das Fundament, “auf dem die Werte unserer Gesellschaft beruhen“. Das von Stefan Rottmeier gestaltete Denkmal besteht aus zwei Figuren und zeigt einen Mann, der schützend seine Hand vor ein Kind hält. Es steht auf einer Wiese und ist aus Bronze.

Das Denkmal ist 2,20 Meter hoch und wiegt 200 Kilogramm. Zu Ehren Brunners wurde in Ergoldsbach auch eine Kinderkrippe mit Schülerhort nach ihm benannt. Brunner kam vor genau einem Jahr, am 12. September 2009, am S-Bahnhof München-Solln ums Leben, als er Kinder in Schutz nehmen wollte, die von Jugendlichen bedroht wurden.

Die angreifenden Jugendlichen traten so brutal auf Brunner ein, dass er an den Folgen des Angriffs starb. In der vergangenen Woche waren die beiden jungen Männer zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Der Haupttäter erhielt neun Jahre und zehn Monate wegen Mordes, der jüngere sieben Jahre wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

dapd

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