Eishalle Bad Reichenhall: Gedenkstätte für Opfer eingeweiht

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Die Eishalle hatte im Jahr 2006 15 Menschen unter sich begraben.

Bad Reichenhall - Fast fünf Jahre nach dem verheerenden Einsturz der Eislaufhalle von Bad Reichenhall ist am Samstag die Gedenkstätte für die 15 Todesopfer offiziell eingeweiht worden.

Die schlichte Feier dauerte nicht einmal eine halbe Stunde. Dies sei ausdrücklicher Wunsch der Hinterbliebenen gewesen, hieß es bei der Stadtverwaltung. Bei der Katastrophe waren am 2. Januar 2006 zwölf Kinder und drei Erwachsene ums Leben gekommen.

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Neben Oberbürgermeister Herbert Lackner und dem Landrat des Berchtesgadener Landes, Georg Grabner (beide CSU), sprach der Architekt des Mahnmals, Karl-Martin Hartmann. Auch der Witwer Robert Schromm - seine Ehefrau wurde bei dem Unglück erschlagen - hielt eine Ansprache. Er war wegen der hohen Kosten ein erklärter Gegner der Gedenkstätte. Vor und nach seiner Rede sang der Chor des Reichenhaller Gymnasiums. Abschließend wurde je eine Kerze für jeden Verstorbenen angezündet.

Das Mahnmal besteht aus 15 farbigen, je 3,80 Meter hohen Glasstelen. Sie ragen aus einem das Leben symbolisierenden quadratischen Wasserbecken. Ihre gezackten Spitzen mit den eingravierten Namen der Toten sollen den Lebensbruch der Opfer versinnbildlichen. Das einfallende Licht ermöglicht nach Ansicht des Architekten positive Aspekte und lässt so die Überwindung der Schmerzen zu.

Um den Bau der Gedenkstätte war sowohl unter den Hinterbliebenen als auch mit der Stadtspitze heftig gerungen worden. Bis zur Einigung auf die endgültige Gestaltung waren mehrere Entwürfe durchgefallen. Die Verhandlungen zogen sich beinahe drei Jahre hin. Die Überreste der Eislaufhalle und das benachbarte Hallenbad wurden längst abgerissen. Auf dem Areal ist heute eine private Gastronomie- Fachhochschule angesiedelt.

dpa

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