Endlagerung zum Anfassen

Augsburg - Atomare Endlagerung als multimediale Erlebnistour: Um die Bevölkerung über das kontorvers diskutierte Thema "Endlagerung" zu informieren, geht das Bundesamt für Strahlenschutz neue Wege:

Die Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle ist in Deutschland umstritten und ungeklärt. Eine mobile Ausstellung des Bundesamtes für Strahlenschutz will die Problematik den Bürgern näher bringen und über die geologischen und wissenschaftlichen Fragen informieren. Zwei Info-Container dazu sind jetzt in Augsburg angekommen. Bei einer multimedialen Erlebnistour können Interessierte einen Schnellkurs in Geologie, Physik und Strahlenschutz zur kontrovers diskutierten Endlagerung durchlaufen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen aktuelle Fragen zu den vier möglichen Endlagern für radioaktiven Müll in Gorleben, dem Schacht Konrad, dem Endlager Asse (alle Niedersachsen) und Morsleben (Sachsen-Anhalt). Im Lager Asse sind derzeit rund 126 000 Fässer mit radioaktiven Müll deponiert. Diese zum Teil maroden Fässer sollen geborgen werden. Die Kosten dafür gab Arthur Junkert vom Bundesamt für Strahlenschutz am Mittwoch in Augsburg mit rund 3,7 Milliarden Euro an. Da es derzeit kein Endlager für hoch radioaktive Abfälle in Deutschland gibt, soll in den nächsten 15 Jahren erneut der Standort Gorleben auf seine Tauglichkeit untersucht werden.

dpa

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