Bäuerin erschlagen: Knecht bekommt lebenslänglich

Nürnberg - Lebenslange Haft für den Mord an seiner Chefin: Dieses Urteil fällte das Gericht über einen 25-jährigen Knecht, der seine Bäuerin aus Weigenheim (Mittelfranken) aus Habgier erschlagen hat.

Damit folgte die Strafkammer im Wesentlichen der Argumentation der Staatsanwaltschaft. Demzufolge hatte der Angeklagte bereits vor dem Tod der Bäuerin Pachtverträge gefälscht, wonach ihm der Hof im Todesfall der Besitzerin zugefallen wäre. Die Urkundenfälschung hatte der gelernte Landarbeiter auch gleich zu Beginn des Prozesses Anfang April eingeräumt. Die Bäuerin sei in der Pachtfrage sehr unentschlossen gewesen, deshalb habe sein Mandant Tatsachen schaffen wollen, erläuterte der Verteidiger.

Gemordet habe der Knecht aber nicht, der Tod der Bäuerin im Wald sei ein Unfall gewesen. Der Anwalt forderte einen Freispruch: Die Polizei habe einseitig ermittelt. Außerdem habe der Knecht bei dem Vorfall im Januar 2009 selbst den Notdienst gerufen und somit der Bäuerin noch helfen wollen. Dies hätte er nicht getan, hätte er sie umbringen wollen. Auch Gutachter hatten in dem Prozess nicht ausgeschlossen, dass die Bäuerin womöglich durch einen herabstürzenden Ast ums Leben gekommen ist.

dpa

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