Kripo sucht mit Phantombild

Brandanschlag in Vorra: Heiße Spur

Vorra - Nach dem Brandanschlag in Vorra haben die Ermittler die erste heiße Spur. Ein Zeuge hat eine verdächtige Person gesehen.

Knapp zwei Monate nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im mittelfränkischen Vorra hat die Polizei eine erste heiße Spur. Seit Freitag fahnde die Kripo nach einem 1,70 bis 1,80 Meter großen Mann mit kurzen, lockigen Haaren, teilte die Polizei Nürnberg mit. Ein Fahndungsplakat mit einem Phantombild des Gesuchten lasse die Sonderkommission seit Freitag in Vorra und Umgebung verteilen.

Den Hinweis auf den möglichen Täter habe eine Zeuge geliefert. Dieser habe am Tattag gegen 21.15 Uhr beobachtet, wie ein Mann mit diesem Aussehen eines der brennenden Gebäude verließ. Die Person müsse allerdings nicht zwingend etwas mit der Brandstiftung zu tun haben, schränkte die Polizei in ihrer Mitteilung ein.

Feuer und Hakenkreuze

Unbekannte hatten in der Nacht zum 12. Dezember 2014 in dem 1700-Einwohner-Ort einen als Flüchtlingsunterkunft umgebauten Gasthof samt Scheune sowie ein frisch renoviertes Wohnhaus in Brand gesteckt. Auf ein Nebengebäude sprühten sie Hakenkreuze und eine ausländerfeindliche Parole. Von dem oder den Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Heime hätten am Jahresanfang 2015 bezogen werden sollen.

Die Soko "Vorra" bittet um Hinweise: 0800/7766320 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle. Für Hinweise, die zur Klärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 20.000 Euro ausgesetzt.

dpa

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