Marx nimmt Eichstätter Krisen-Uni an die Leine

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Reinhard Marx übernimmt den Stiftungsrats-Vorsitz an Eichstätter Krisen-Uni.

Eichstätt -­ Der Vorsitzende der bayerischen Bischofskonferenz und Münchner Erzbischof Reinhard Marx übernimmt im November den Stiftungsrats-Vorsitz der krisengebeutelten Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU).

Wie die Hochschulleitung in einem am Samstag bekanntgewordenen Brief an die Studenten und Mitarbeiter der Uni schrieb, tritt Marx am 15. November das Amt als Magnus Cancellarius der KU an. Bislang hatte das Amt traditionell der Eichstätter Bischof ­ derzeit Gregor Maria Hanke ­ inne.

Zudem solle eine neue Stiftungsverfassung voraussichtlich im Oktober in Kraft treten, hieß es in dem internen Schreiben weiter. Details der neuen Satzung nannte die Uni-Leitung nicht, “da einige wenige kirchenrechtliche Zuständigkeitsrechte noch präzisiert werden mussten“.

Die KU ist die einzige katholische Universität im deutschsprachigen Raum. In den vergangenen Jahren sorgte sie immer wieder für Negativ-Schlagzeilen: Im Frühjahr 2008 weigerte sich der Eichstätter Bischof Hanke, den bereits gewählten Theologen und Manager Ulrich Hemel zum Präsidenten der KU zu ernennen. Ein Jahr später scheiterte die Präsidentenwahl erneut. Der Theologe Reinhard Hütter wurde zwar zum neuen Uni-Präsidenten gewählt, jedoch nicht ernannt. Den Bischöfen gingen seine finanziellen Forderungen zu weit.

Derzeit wird die Eichstätter Universität von Interims-Präsident Andreas Lob-Hüdepohl geleitet. Einen neuen Versuch zur Wahl eines Präsidenten will die Universität laut ihrer internen Mitteilung im ersten Halbjahr 2011 unternehmen.

dpa

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