Ex-Bürgermeister stiftete Untergebene zur Untreue an

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Eine Mitarbeiterin nahm regelmäßig Geld aus der Kasse.

Traunstein - Der Ex-Bürgermeister von Eggstätt muss wegen Verleitung einer Untergebenen zur Untreue eine Geldstrafe zahlen. Das Landgericht Traunstein erhöhte die Strafe sogar noch.

Das Landgericht Traunstein erhöhte am Montag die Strafe, die das Amtsgericht Rosenheim voriges Jahr gegen den Kommunalpolitiker verhängt hatte. Damals sollte der 50-Jährige 6000 Euro zahlen (100 Tagessätze zu je 60 Euro). Nun entschieden die Richter auf 10 500 Euro (150 Tagessätze zu je 70 Euro). Das erste Urteil hatten die Staatsanwaltschaft und der Angeklagte angefochten.

Im Traunsteiner Prozess stritt der CSU-Politiker erneut ab, von den kriminellen Machenschaften der Kassenverwalterin im Rathaus gewusst zu haben. Dies sah das Gericht jedoch anders.

Der Gemeinde nahe dem Chiemsee entstand durch die Betrügereien der Frau ein Schaden von fast 35 000 Euro. Die Mitarbeiterin nahm regelmäßig Bargeld aus der Kasse. 2007 flog der Schwindel auf. Die Frau wurde aus ihrem Amt enthoben und zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der Bürgermeister, der zeitweise mit der Kassenverwalterin zusammenlebte, stand 2008 nicht mehr zur Wahl.

dpa

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